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Die Linke und die Drogen Drogen, Moral, Alltag

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Die immer noch unglückliche Beziehung der Linken zur Kunst zum Beispiel oder das Problem, das sie sich mit den Drogen bereitet.

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Bild: Klein / Bundesarchiv, Bild 183-29989-0005 (CC BY-SA 3.0)

24. Juni 1996

24. 06. 1996

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Offenbar ist man im linken Milieu eher willens, regelmässig einen schlechten Kater - gewissermassen als eine Sache der Natur - hinzunehmen, als die Erlebnisse des Genusses von Rauschgiften ins Alltagsleben zu integrieren.

Wenn Rausch, sexuelle Ausschweifungen oder andere Formen der Besessenheit sich andeuten, reagieren grosse Teile der Linken, wie es die bürgerliche Familie fordert: mit Kontrollreflexen oder einer ziemlich hemmungslosen Reproduktion von Schuldgefühlen, und bestenfalls macht man sich im selben Moment die gesellschaftliche Konstruktion und den Nutzen solcher Organisationen von Misstrauen klar.

Von den Übeln der Ausschweifungen wird ohnehin oft nur geredet, weil der Rausch der anderen gemeint ist, über den die Phantasien offensichtlich allzusehr ins Zügellose geraten.

Aus den Erzählungen und Studien aus dem bürgerlichen Leben ist bekannt, dass die eifrigsten Moralisten nach Tätern suchen und mit ihren erschütternden Vorwürfen in die Öffentlichkeit müssen, weil sie ohne diese Ablenkung den verworfenen Ausschweifungen ihrer eigenen Phantasie ziemlich hilflos ausgeliefert wären.

Moralisten wollen, dass alle Welt sich verbietet, was sie sich verboten haben, und die Abhängigkeit von dieser Art ideologischer Beschaffungskriminalität treibt sie zu immer neuen Schauplätzen, auf denen sie beweisen müssen, von den Widersprüchen und dem Bösen dieser Welt tatsächlich frei zu sein.

Wenn es um den Staat und und die Gewaltphantasien seiner Funktionäre geht, weiss die Linke im allgemeinen, wie dieses Spiel abläuft: der Angriff wird als Verteidigung dargestellt. Warum aber kritisiert sie dieses Verhalten nicht in ihren eigenen Reihen, wenn dort Gerichtssituationen einstudiert werden?
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