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Kritische Theorie über das Denken und Handeln Hannoversche Schule kritischer Theorie

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Wenn es das konkret-utopische Ziel und der Zweck kritischer Theorie ist, dass das Kapital, der Staat und die Medien aufhören zu existieren, dann müssen die Arbeit, das Geld und die Moral abgeschafft werden.

8. Juni 1999

8. Jun. 1999

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Sonst sind weder die bekannten gesellschaftlichen Probleme, noch die der Ökologie oder die des patriarchalischen Verhältnisses von Mann und Frau (und Kind) lösbar.

* Solange es die Arbeit gibt, gibt es auch Herrschaft und Unterdrückung.

* Solange es das Geld gibt, gibt es auch Armut und Gewalt.

* Solange es die Moral gibt, gibt es auch Dummheit und Idiotie.

Die Objekte ihrer Kritik sind die herrschenden Politiker, Unternehmer, Wissenschaftler und Medien-Agenten, ihr Subjekt das nach Arbeitern, Angestellten, Beamten, Bauern, Intellektuellen, Hausfrauen, Schülern, Studenten usw. geschichtete heutige allgemeine Kleinbürgertum (die sog. politische Mitte); ihr Geist oder Medium sind die Gesetze des Kapitals, des Staates und der öffentlichen Kommunikation.

Nach einem Diktum kritischer Theorie muss an die Stelle des blossen (idealistischen) Bewusstseins wirkliches Wissen treten, und an die Stelle der blossen Reflexion (Verdinglichung) die innere Erfahrung; ist der Glaube an Ideen (Idiotie) wie Gott, Liebe, Familie usw. zu denunzieren, und die Abhängigkeit des Menschen von ihnen aufzulösen; ist der Tausch von Ware gegen Geld und damit die bürgerlich-kapitalistisch-patriarchalische Identität des in jeder Gesellschaft vereinzelten Menschen durch eine rationale Verständigung über Produktion und Verteilung der zu Gebrauchsgegenständen gewordenen Produkte menschlichen Tuns zu ersetzen, so dass sich beim heutigen Reichtum der Produktivkräfte jeder nehmen kann, was er/ sie/ es brauchen.

Marxismus, Anarchismus und Feminismus sind nach Ansicht kritischer Theorie veraltet; Politik ein Medium bürgerlicher Praxis; Parteien und Gewerkschaften Vollzugsorgane der Logik des Kapitals.

Kritische Theorie lehrt dagegen Denken und Handeln, die durch die Sprache vermittelt werden, und die heutige Gesellschaft hier und jetzt verändern können, wenn alle aufgeklärten Menschen eine neue Gesellschaft wollen und sich vorstellen können!

Walter G. Neumann

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