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Buchrezensionen | Untergrund-Blättle

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Timur Vermes: Er ist wieder daMonotoner Klamauk

Timur Vermes bei der Frankfurter Buchmesse 2015.

Berlin 2011 – Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück aus 77 Jahre währender Abwesenheit. Details seiner Rückkehr und seines zwischenzeitlichen Verbleibs bleiben der Imagination des Lesers überlassen.mehr...

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Thomas Wagner: Die Angstmacher. 1968 und die Neuen RechtenAuf Kuschelkurs mit Kubitschek

Götz Kubitschek (rechts unten im Bild) an einer PegidaDemo in Dresden, Januar 2015n.

Mit seinem neuen Buch „Die Angstmacher“ präsentiert der Autor Thomas Wagner ein Patchwork aus linker und rechter Geschichte seit 1968, Schnipseln aus Philosophie und Kultur, sowie Gesprächen nicht ...mehr...

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Alèssi Dell‘Umbria: Wut und Revolte“Der Dialog ist endgültig abgebrochen, erwägt nicht länger uns einzuschläfern”

Die Texte des französichen Essayisten Aléssi Dell’Umbria sind bisher praktisch nicht auf Deutsch erschienen. Dem kleinen Verlag Edition Contra-Bass gebührt die Ehre, hier endlich Abhilfe geschaffen zu haben.mehr...

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Wolfgang Herrndorf: »Arbeit und Struktur«Im Angesicht des Todes

Wolfgang Herrndorf, Deutscher Schriftsteller, nominiert mit seinem Roman «Tschick» für den Preis der Leipziger Buchmesse 2011, Jury.

Wolfgang Herrndorf, geboren 1965, verstorben im August 2013 im Alter von gerade einmal 48 Jahren. Nach seiner Krebsdiagnose im Jahr 2010 stürzt sich der Autor in neue Projekte. Mit »Tschick« gelingt ...mehr...

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Holger Wilcke: Illegal und unsichtbar?Unsichtbar bleiben?

Wie viele Menschen in Deutschland in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität leben, ist nicht klar. Zuverlässige Zahlen gibt es – fast schon selbsterklärend – nicht: Menschen, die in Deutschland illegalisiert sind, setzen auf Strategien der Unsichtbarkeit.mehr...

Ingo Schulze: Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbstDie vermeintlich unaufhaltsame Revolution des Proletariats

Ingo Schulze auf der Frankfurter Buchmesse 2017 bei der Präsentation seinens neuen Romans „Peter Holtz.

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Ingo Schulze hat trotz gelegentlicher Längen mit Peter Holtz am Ende einen im besten Sinne komischen Wendehelfer geschaffen, einen schrägen Vogel, der sich – zumindest in Sachen Skurrilität – vor den Klaus Uhltzschts dieser Welt durchaus nicht verstecken muss: sehr ernsthaft lustig, konsequent nervtötend und gerade wegen dieser verschrobenen Mischung mit dem Zeug zur Kultfigur.mehr...

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Friedrich Pollock: AutomationDigitale Schnappatmung

Arbeiter an einem Fliessband in Birmingham, Jefferson County.

Die Debatte um den „digitalen Kapitalismus“ ist in vollem Gange. „Smart cities“, „Industrie 4.0“, das „Internet der Dinge“ – die Liste der trendigen Hightech-Schlagwörter ist schier ...mehr...

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Simon Strauss: »Sieben Nächte«Kniefall vor der Konvention

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Was hätte das für ein Roman werden können des jungen SZ-Redakteurs Simon Strauss, ein moderner Faust gegen die Saturiertheit und Langeweile seiner Zeit, gegen die »Superdaddys« und ...mehr...

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Disrupt! Widerstand gegen den technologischen AngriffEin Gigabyte Leben

Warum die digitale Durchdringung der Gesellschaft bedrohliche Ausmasse annimmt - und trotzdem zum Scheitern verurteilt ist. Das capulcu-Redaktionskollektiv bezeichnet sich auf seiner Website als Gruppe von technologie-kritischen Aktivist*innen und Hacktivist*innen – also Personen, die Computer und Computernetzwerke für politische Protestaktionen nutzen.mehr...

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Peter Stamm: »Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt«Das Dilemma einer ganzen Existenz

Neuer Roman, bekannte Narrative: In »Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt« greift der Schweizer Erfolgsautor Peter Stamm auf die alt-romantische Figur des Doppelgängers zurück und trifft dabei – zumindest sprachlich – den richtigen Ton.mehr...

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Igal Avidan: Mod HelmyWie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete

Grabstein des ägyptischen Arztes Mod Helmy (Gerechter unter den Völkern) auf dem Friedhof Heerstraße in BerlinWestend.

Die Meldung liess ihn nicht mehr los. Erstmals sei ein Araber von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt. Diese Nachricht aus einer ...mehr...

Paul Buckermann / Anne Koppenburge(Hg.): Kybernetik, Kapitalismus, RevolutionenFarbbeutel aus dem 3D-Drucker

3DDrucker auf der CeBIT 2016 in Hannover.

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Der Band „Kybernetik, Kapitalismus, Revolutionen” ermöglicht zum einen ein vertieftes Verständnis der Strukturen technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen.mehr...

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Nick Srnicek: Plattform-KapitalismusIn der Datenfabrik

Nick Srnicek ist Dozent am Londoner King’s College, wo er sich mit Fragen der digitalen Ökonomie befasst. Das 2017 erschienene und nun ins Deutsche übersetzte „Plattform-Kapitalismus“ stellt eine Art „Entstehungsgeschichte“ der digitalen Ökonomie dar und ergänzt damit frühere Werke des Autors, die vor allem die mögliche Überwindung des Kapitalismus in den Blick nehmen.mehr...

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Helen Hester: XenofeminismWider die Natur

Laboria Cuboniks ist ein feministisches Projekt, das sich in Zeiten von Smart Objects, biometrischer Körpervermessung und digitalen Haushaltshelfern nach neuen Optionen für den Feminismus umsieht.mehr...

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Felix Denschlag: VergangenheitsverhältnisseGeschichte und Erfahrung

Mit Benjamin im Rücken legt das Buch eine längst überfällige Kritik am Paradigma des kollektiven Gedächtnisses vor. Ausgangspunkt von Felix Denschlags Dissertation „Vergangenheitsverhältnisse“ bilden die theoriepolitischen Schwierigkeiten, welche dem kollektiven Gedächtnis zugrunde liegen. Mit der „Wiedervereinigung“ Deutschlands gewann auch dieses von Aleida und Jan Assmann aufgegriffene Theorem an Popularität.mehr...

Friedrich von Borries: Weltentwerfen. Eine politische DesigntheorieStets bemüht, aber selten erfolgreich

Tomas Castelazo

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Der Designbetrieb ist ein Hort des kreativen Grössenwahns und all seine Protagonist_innen leiden an pathologischer Egomanie. Auf Teufel komm raus wollen sie ihre Entwürfe realisiert sehen.mehr...

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Éric Vuillard: Die TagesordnungHintergrund einer politischen Schmierenkomödie

Einmarsch der faschistischen deutschen Wehrmacht in Österreich und Annexion des Landes im März 1938.

„Die Tagesordnung” des französischen Autors und Filmemachers Éric Vuillard dreht sich um den Anschluss Österreichs an den NS-Staat. Die Fakten sind bekannt: 1938 wurde Österreich von Hitler ...mehr...

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Ernste Musik, Bildung und Kultur für alleBerthold Seliger: Klassikkampf

„Tradition“, soll Gustav Mahler einmal gesagt haben, „ist Bewahrung des Feuers und nicht Anbetung der Asche“. Diesem Motto dürfte sich der Musikagent Berthold Seliger verpflichtet haben.mehr...

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Perspektiven auf eine eigenständige BewegungChristin Jänicke (Hg.): 30 Jahre Antifa in Ostdeutschland

Sascha Grosser

Das vorliegende Buch „30 Jahre Antifa in Ostdeutschland“ ist der Versuch, eine Lücke in der Geschichtsschreibung über den Antifaschismus in Deutschland nach 1945 zu schliessen. Die ...mehr...

Didier Eribon: Gesellschaft als UrteilGeschichte in der ersten Person

Klassenkampf in FrankreichDemonstration gegen das neue Arbeitsgesetz in Toulouse.

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Didier Eribons „Rückkehr nach Reims“ ist ein Buch, das den – ganz im Sinne von Sartre – Entwurf und seine Verfolgung eines Jugendlichen gegen seine Klasse, ein Anderer zu werden, skizzierte.mehr...

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Luise Meier: MRX-MaschineAufruf zum Abfuck

Über das Zuspätkommen, das Scheitern, das Krank-Sein als Werkzeuge der Kritik und des politischen Handelns. MRX-Maschine versteht sich nicht als Text, nicht als Beschreibung einer Maschine.mehr...

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Eric Mann: Transformatives OrganizingWeg vom Schreibtisch

Servizio fotografico.

Wie schafft es eine kleine Gruppe Schwarzer und lateinamerikanischer Aktivist_innen, die Stadtverwaltung zu zwingen, den Öffentlichen Nahverkehr massiv auszubauen und billiger zu machen? Die Bus Riders ...mehr...

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Andreas Reckwitz: Die Gesellschaft der SingularitätenHauptsache Holzzahnbürste

Andreas Reckwitz’ „Die Gesellschaft der Singularitäten” erhielt 2017 den bayerischen Buchpreis und war 2018 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.mehr...

Michael Bröning: Flucht, Migration und die Linke in EuropaDie neue Gretchenfrage?

Flüchtlinge in Dobova, Slowenien, auf ihrem Weg nach Westeuropa, Oktober 2015.

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Mitte Februar liess eine Nachricht aufhorchen: Mette Frederiksen, Vorsitzende der dänischen sozialdemokratischen Partei, schlug vor, man solle in dem skandinavischen Land das Asylrecht abschaffen.mehr...

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Die Normalisierung TwittersDie Follower, die ich rief

Das deutschsprachige Twitter hat sich von einer Spielwiese für Nerds zu einem Forum für Politik und Gesellschaft gewandelt. Der Medienwissenschaftler Johannes Passmann begleitete den Prozess fast seit der ersten Stunde und legt nun eine umfassende Studie über die Normalisierung des einstigen Nischenmediums vor. Eine Rezension.mehr...

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Die libertäre Seite Martin Luther KingsMartin Luther King: «Ich bin auf dem Gipfel des Berges gewesen.»

In diesen Wochen, in denen vielfach an die Ermordung Martin Luther Kings durch einen weissen Rassisten in Memphis am 4. April 1968, vor fünfzig Jahren, erinnert wird, steht die Radikalisierung des späten Martin Luther King während seines letzten Lebensjahres allzu selten im Mittelpunkt. Mit «Radikalisierung» ist dabei eine deutliche Hinwendung zu libertären Inhalten gemeint, auch wenn sie noch immer in die zuweilen pathetisch-religiöse Sprache des Baptisten-Pastors gehüllt war.mehr...

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Karl Reitter (Hg.): Karl Marx. Philosoph der Befreiung oder Theoretiker des Kapitals?Marxistische „Feindbetrachtungen“

Eine Kopie aus Plastikstoff des Karl Marx Monumentes aus Chemnitz.

Wie kann man Kritik an der Neuen Marx-Lektüre üben, ohne diese gleich komplett als Frevel an Marx’ Worten abzutun? Als Neue Marx-Lektüre wird ein deutschsprachiger Theoriezusammenhang bezeichnet, ...mehr...

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Klassen- und Sozialstruktur der BRD 1950-1970Wer ist die „Arbeiterklasse“?

Die Frage nach „Klassen“ und „Klassenpolitik“ ist wieder zurück in der öffentlichen und linken Diskussion. Das mag man begrüssen, zeugt sie doch zumindest von der Einsicht, dass die Linke oftmals kaum noch Menschen jenseits linksliberaler Filterblasen und subkultureller Milieus erreicht. Bislang wird die Debatte jedoch relativ oberflächlich geführt.mehr...

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David R. Roediger: Class, Race and MarxismWo bleibt die Klassensolidarität?

Alex Proimos

Seit seinem Buch „The Wages of Whitness. Race and the Making of the Amercian Working Class“ gilt der US-amerikanische marxistische Historiker und ehemalige Professor für African-American Studies ...mehr...

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Steffen Mau: Das metrische WirVermessenes Vermessen oder: Das metrische Ich

Vorweg ein ausgesprochenes Kompliment: Steffen Mau erklärt viel und er erklärt es schlüssig in einer sehr zugänglichen Sprache.mehr...

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David Gilbert: Looking at the U.S. White Working Class HistoricallyDie Kultur einer Neuen Klassenpolitik

David Gilbert wurde in der US-Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre politisiert. Er schloss sich dem Weather Underground an, der in den 1970er Jahren aus Protest gegen den US-Imperialismus mehrere Bombenanschläge auf Regierungsgebäude verübte.mehr...

David Harvey: Marx’ „Kapital“ lesenEin Kompagnon mit Stärken und Schwächen

Büste von Karl Marx im Garten seines Geburtshauses in Trier.

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Im Jahr 2017 jährte sich das Erscheinen des ersten Bandes von Karl Marx’ wichtigstem Werk „Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie“ zum einhundertfünfzigsten Mal.mehr...

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Zygmunt Bauman: RetrotopiaVorwärts in die Vergangenheit

Um es gleich am Anfang zu sagen: Mut macht Zygmunt Bauman mit seinem letzten und posthum erschienen Werk „Retrotopia“ dem_der Leser_in nicht.mehr...

Hans Fallada: Wer einmal aus dem Blechnapf frisstFeind der Gesellschaft

Gedenkstätte BerlinHohenschönhausen (Zellen).

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In seinem Gangster-Drama „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“ erzählt der deutsche Schriftsteller Hans Fallada die Vita eines straffällig gewordenen Buchhalters, der nach Jahren im Gefängnis vergeblich versucht, in der geordneten Welt „da draussen“ wieder Fuss zu fassen.mehr...

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Die Lebensgeschichte eines RebellenTorsten Seifert: Wer ist B. Traven?

Wer sich nicht schon vom schlichten Titel und dem irgendwie billig wirkenden Buchcover aus der Reihe Tropen bei Klett-Cotta abschrecken lässt, möchte das Buch am liebsten nach dem ersten Kapitel, in dem der Sensationsreporter Leon B.mehr...

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Überlegungen zu einer Allegorie in Henrik Ibsens Drama Peer GyntIch – eine Zwiebel

Henrik Ibsen, ca 1898.

Henrik Ibsens Drama Peer Gynt, ursprünglich ein dramatisches Gedicht nach der Vorlage norwegischer Märchen, dann umgearbeitet zu einem Bühnenstück und uraufgeführt 1876 in Kristiania (heute Oslo) ...mehr...

Hasnain Kazim: Krisenstaat TürkeiDie westliche Konstruktion der Türkei

ErdoğanPropaganda in der Nähe des Taksim Platzes in Istanbul, Januar 2018.

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Es ist eine persönliche Bilanz des Wandels. Hasnain Kazim erzählt von den Hoffnungen, die er und seine Frau hegten als sie kurz nach den Gezi-Protesten im Sommer 2013 in der Türkei landeten.mehr...

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