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Belletristik | Untergrund-Blättle

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Christian Geissler: KamalattaAnother lovesong

Portrait des Schriftstellers Christian Geissler (* 25.12.1928, † 26.08.2008) auf seinem Grabkreuz.

Christian Geissler hat es sich und seinen Lesern nie leichtgemacht. Davon kündet nicht zuletzt der Versuch, in seinem Roman kamalatta einen Bogen zu spannen von den Kämpfen der arbeitenden Klasse, von der Widerstandslinie gegen den Nationalsozialismus hin zum bewaffneten Aufbruch im postfaschistischen Deutschland.mehr...

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Wu Ming: ManituanaMohawks, Mohocks und das Empire

Thayendanegea (Joseph Brant 1742 – 1807) war ein Häuptling der Mohawks, welcher während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges mit seinem Stamm auf Seiten der Engländer gekämpft hatte.

Die Stadtindianer sind zurück! Nicht die aus Westberlin oder Rom oder gar ihre Vorbilder, die Tupamaros Montevideos in Uruguay. Das Schriftstellerkollektiv Wu Ming aus Bologna hat in ihren bereits 2007 ...mehr...

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Tom Gauld: Kochen mit KafkaTom Gauld? Genial!

Bisher galt der 1976 geborene schottische Zeichner Tom Gauld hierzulande als Geheimtipp unter Cartoonist*innen und Comicnerds. Unter diesen fand er nicht wenige Nachahmer.mehr...

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Andreas Staudinger: ParadiessuchtAus der Zeit gefallen

Aramis (Hans Peter Sagmüller) in Schloss Lind bei Neumarkt, Steiermark.

Wer damals mit den Achtundsechzigern zu tun hatte, dürfte von ihm wissen, dem 2010 verstorbenen Hans Peter Sagmüller, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Aramis. Nun liegt über ihn eine ...mehr...

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SVK: Wir sind HeldinnenStifte zu Boxhandschuhen

Ein „Selbstverteidigungskurs mit Worten“ aus Kreuzberg/Berlin hat einen Sammelband an Kurzgeschichten herausgebracht. Die Autorinnen sind zehn Mädchen im Alter zwischen sechs und 16 Jahren, die sich damit den Stift zum Boxhandschuh der Wahl gemacht haben: In grösstenteils schriftlichen, mal kürzeren, mal längeren, manchmal bebilderten und fotografierten Erzählungen berichten die Mädchen von ihren Schul- und Freizeiterfahrungen.mehr...

Heinz Strunk: Das TeemännchenBesserung ist nicht in Sicht

Heinz Strunk auf der Leipziger Buchmesse 2016.

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Anders als die Bestseller »Der goldene Handschuh« und »Jürgen« ist »Das Teemännchen« kein Roman, sondern eine Sammlung von Kurzgeschichten.mehr...

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Timur Vermes: Er ist wieder daMonotoner Klamauk

Timur Vermes bei der Frankfurter Buchmesse 2015.

Berlin 2011 – Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück aus 77 Jahre währender Abwesenheit. Details seiner Rückkehr und seines zwischenzeitlichen Verbleibs bleiben der Imagination des Lesers ...mehr...

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Wolfgang Herrndorf: »Arbeit und Struktur«Im Angesicht des Todes

Wolfgang Herrndorf, Deutscher Schriftsteller, nominiert mit seinem Roman «Tschick» für den Preis der Leipziger Buchmesse 2011, Jury.

Wolfgang Herrndorf, geboren 1965, verstorben im August 2013 im Alter von gerade einmal 48 Jahren. Nach seiner Krebsdiagnose im Jahr 2010 stürzt sich der Autor in neue Projekte. Mit »Tschick« gelingt ...mehr...

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Ingo Schulze: Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbstDie vermeintlich unaufhaltsame Revolution des Proletariats

Ingo Schulze hat trotz gelegentlicher Längen mit Peter Holtz am Ende einen im besten Sinne komischen Wendehelfer geschaffen, einen schrägen Vogel, der sich – zumindest in Sachen Skurrilität – vor den Klaus Uhltzschts dieser Welt durchaus nicht verstecken muss: sehr ernsthaft lustig, konsequent nervtötend und gerade wegen dieser verschrobenen Mischung mit dem Zeug zur Kultfigur.mehr...

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Simon Strauss: »Sieben Nächte«Kniefall vor der Konvention

Was hätte das für ein Roman werden können des jungen SZ-Redakteurs Simon Strauss, ein moderner Faust gegen die Saturiertheit und Langeweile seiner Zeit, gegen die »Superdaddys« und »Klappentextleser«, gegen »die Weichspüler und Dalai Lama-Nachahmer«, die wir sind.mehr...

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Peter Stamm: »Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt«Das Dilemma einer ganzen Existenz

Peter Stammsalon du livre Genève 2012.

Neuer Roman, bekannte Narrative: In »Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt« greift der Schweizer Erfolgsautor Peter Stamm auf die alt-romantische Figur des Doppelgängers zurück und trifft dabei – ...mehr...

Hans Fallada: Wer einmal aus dem Blechnapf frisstFeind der Gesellschaft

Gedenkstätte BerlinHohenschönhausen (Zellen).

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In seinem Gangster-Drama „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“ erzählt der deutsche Schriftsteller Hans Fallada die Vita eines straffällig gewordenen Buchhalters, der nach Jahren im Gefängnis vergeblich versucht, in der geordneten Welt „da draussen“ wieder Fuss zu fassen.mehr...

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Die Lebensgeschichte eines RebellenTorsten Seifert: Wer ist B. Traven?

Wer sich nicht schon vom schlichten Titel und dem irgendwie billig wirkenden Buchcover aus der Reihe Tropen bei Klett-Cotta abschrecken lässt, möchte das Buch am liebsten nach dem ersten Kapitel, in dem der Sensationsreporter Leon B.mehr...

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Überlegungen zu einer Allegorie in Henrik Ibsens Drama Peer GyntIch – eine Zwiebel

Henrik Ibsens Drama Peer Gynt, ursprünglich ein dramatisches Gedicht nach der Vorlage norwegischer Märchen, dann umgearbeitet zu einem Bühnenstück und uraufgeführt 1876 in Kristiania (heute Oslo) – dieser Peer Gynt wird gern als der „nordische Faust“ bezeichnet, und in der Tat sind die Parallelen unabweisbar.mehr...

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Originaltitel - Post OfficeCharles Bukowski: Der Mann mit der Ledertasche

«Der Mann mit der Ledertasche» ist ein autobiografischer Roman und Henry Chinaski kein anderer als Charles Bukowski. Das ’Pseudonym’ behielt er auch später u.a.mehr...

Michael Schröter: Mäcke Häring – Der falsche EckensteherEine Graphic Novel-Kriminalserie aus Berlin

BerlinArbeiterstadt, 1920.

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Michael Schröter aus Berlin Prenzlauer Berg gehörte einst zu den Zeichnern des „Mosaik“. Mit „Mäcke Häring“, einer Graphic Novel-Kriminalserie bedient er seit sechs Jahren die Ästhetik der DDR-Kultzeitschrift.mehr...

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Jörn Birkholz: Das Ende der liegenden AchtBlinde Überlebenstriebe in Lichtenhagen

Lichtenhagens Kreuzung zentral von der SBahnBrücke.

Auf der zwanghaften Suche nach unverbindlichem Sex mit Online-Bekanntschaften diverser Dating-Portalen verschlägt es einen geschiedenen, gutsituierten Vierzigjährigen in die Parallelwelt der ...mehr...

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Alex Gräbeldinger: Verloren im Weltall, verwahrlost auf ErdenTherapietagebuch eines Punk-Rockers

Der im subkulturellen Bereich wohlbekannte Alkohol-Poet und Punk-Apologet Alex Gräbeldinger führt in seiner bereits dritten Buchveröffentlichung mit dem Titel „Verloren im Weltall“ den sagenhaften und eigentümlichen Erzählstil seines zweiten Bandes kompromisslos und konsequent fort.mehr...

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Jérôme Leroy: Der BlockDie Geschichte des Front National als Kriminalroman

Treffen der Front National am 1.

Alles nur Fiktion? Ein Roman über zwei Faschisten verdeutlicht, wie die extreme Rechte und die rechtspopulistische Partei Frankreichs zu dem geworden sind, was sie sind. Jérôme Leroy nähert sich dem ...mehr...

Upton Sinclair: Der DschungelDas grosse Arbeiterelend in den Schlachthöfen von Chicago

Die berühmtberüchtigten Schlachthöfe (Union Stock Yards) in Chicago, Illinois, USA.

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Der Schriftsteller und Aktivist Upton Sinclair verarbeitete vor mehr als hundert Jahren in seinem sozialkritischen Roman «Der Dschungel» seine Eindrücke über die menschenunwürdige und erbarmungslose Ausbeutung der osteuropäischen Migranten in den neu entstandenen Industriezonen von Chicago.mehr...

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The American NightmareImbolo Mbue: Das geträumte Land

Imbolo Mbue, eine US-Autorin mit Wurzeln im westafrikanischen Kamerun, landete mit ihrem ersten Roman „Das geträumte Land“ einen Bestseller.mehr...

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Wladimir Sorokin: TelluriaMit einem Nagel im Kopf durch Eurasien

Der russische Schriftsteller Vladimir Sorokin am Literaturfestival in Köln.

Eine zynische Zukunftsvision von Vladimir Sorokin, in der die Droge Tellur den Gipfel der Glückseligkeit darstellt. Sorokins Roman Telluria spielt in der nahen Zukunft, irgendwann in der Mitte des 21. ...mehr...

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Didier Eribon: Rückkehr nach ReimsDer FN-Propaganda aufgesessen

Aus Eribons Bestseller ableiten, der Front National werde dank den Stimmen ehemaliger Kommunisten gewählt: Ein wohlfeiler Irrtum. Das deutsche Feuilleton- und Talk-Show-Wesen hat es hingekriegt, das Buch vollkommen zu verfälschen und für politische Nebenzwecke zu instrumentalisieren. In der Kritik wurde Eribon mit allerlei Spekulationen zum «Weltweisen» gekürt.mehr...

Ungeschminkte EmotionenThomas Melle: Die Welt im Rücken

Thomas Melle in der Stadtbibliothek Mülheim an der Ruhr.

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Der Schriftsteller Thomas Melle feierte 2011 mit seinem Roman Sickster einen ersten Erfolg. Er wurde für den Deutschen Buchpreis 2011 nominiert.mehr...

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Geschichtsphilosophische Anmerkungen zu Dantons TodDas Scheitern der Befreiung

Georg Büchners «Dantons Tod» ist das Revolutionsdrama schlechthin. Das gilt in ästhetischer wie in inhaltlicher Hinsicht gleichermassen, wobei hier nur letzterer Aspekt von Interesse ist.mehr...

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Horst Eckert: WolfsspinneKriminelle Energien in der Belletristik

Horst Eckert verknüpft in seinem dritten Fall um den Hauptkommissar Veih gekonnt Realität und Fiktion und ordnet aktuelles Geschehen literarisch ein.mehr...

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Pola Oloixarac: KryptozänHacker aller Länder, vereinigt euch!

Alexandre Dulaunoy

Dass man in technologieverrückten Zeiten noch gute Science-Fiction Romane schreiben kann, beweist die junge argentinische Autorin in ihrem neuesten Werk. «Kryptozän» ist Pola Oloixaracs zweiter ...mehr...

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Ronald M. Schernikau: Die Tage in LZu bunt fürs Grau

Ronald M. Schernikau porträtiert die DDR kurz vor dem Fall der Mauer und dem Kollaps der sozialistischen Blockstaaten und erinnert an ihr Versprechen einer besseren aller bisherigen Welten. Die „tage in l.“ sind jene in Leipzig verbrachten, die aus dem biografischen Kuriosum des Autors schöpfen, in Ostdeutschland geboren, westdeutsch sozialisiert und schliesslich in die DDR zurückgekehrt zu sein, um einen „kundschafterroman“ (S. 10) über diese seine DDR und ihre Beziehung zur Bonner Republik schreiben zu können.mehr...

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Peter Weiss: Die Ästhetik des Widerstands«Sie müssten selber mächtig werden dieses Griffs»

Szene aus dem Peter WeissFilm «Studie II» («Hallucinationer»), 1952.

«Die Ästhetik des Widerstands» von Peter Weiss gilt als «Jahrhundertwerk». Bis heute bewegt es ästhetisch und politisch. Nachdem die «Ästhetik des Widerstands» sukzessive in drei Bänden ...mehr...

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Martin Sudermann: XXX - Ein Atomkraft-KrimiTod im Wendland

November 2010. Zwei Tage nach einem von heftigen Auseinandersetzungen begleiteten Castor-Transport wird die Leiche eines Demonstranten in der Göhrde entdeckt.mehr...

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Rezension zu Dmitrij KapitelmanDas Lächeln meines unsichtbaren Vaters

Dmitrij Kapitelman ist 1986 in Kiew geboren. Als er acht Jahre alt war, ist die Familie nach Leipzig ausgewandert – als „willkommene Wiedergutmachungsjuden“.mehr...

Andreas Latzko: Sieben TageDie Rache des armen Mannes

Modell der Teweswerke in Berlin, 1931.

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Im wiederentdeckten Politkrimi aus dem Jahr 1931 ist der gesellschaftspolitische Hintergrund spannender als die Handlung. In der Zusammenfassung erscheint die in Berlin und Hamburg spielende Geschichte simpel.mehr...

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Leif Randt: Planet MagnonSchöne neue Welt?

Leif Randts Roman „Planet Magnon“ entführt in fremde Welten und ferne Zeiten, die – so wie es sich für eine gute Dystopie gehört – zugleich sehr viel über das Hier und Jetzt der Leser_innen aussagen.mehr...

Wolfgang Herrndorf: Arbeit und StrukturNah am Tod

Dom Crossley

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Die Printversion des gleichnamigen Blogs nimmt die Leser_innen mit – nicht nur auf die letzte Reise des Romanautors Wolfgang Herrndorf, sondern auch hinsichtlich der Frage, wie man im Angesicht des Todes weiterleben kann.mehr...

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Petra Anwar: Geschichten vom SterbenDas Sterben teilen

Beeindruckend erzählt Petra Anwar zwölf Geschichten vom Sterben, basierend auf ihrer Arbeit als Palliativmedizinerin in Berlin. Unterstützt hat sie dabei der Schriftsteller und Dramaturg John von Düffel.mehr...

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Tom McCarthy: Satin IslandDas Denken streamt im Kopf

Satin White.

Das Buch «Satin Island» des englischen Autors Tom McCarthy – vielleicht ein Roman über das Leben in unserer Zeit. Tom McCarthy ist ein englischer Schriftsteller und Künstler, «Satin Island» sein ...mehr...

Thomas Glavinic: Der KameramörderDas Fernsehen, der Zuschauer und die Schuld

Archives New Zealand

Buchrezensionen

Eine spannende Kriminalgeschichte, die schonungslos die Skrupellosigkeit des Fernsehens und den paradoxen Voyeurismus seiner Zuschauer thematisiert.mehr...

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