Belletristik

Wladimir Sorokin: TelluriaMit einem Nagel im Kopf durch Eurasien

Der russische Schriftsteller Vladimir Sorokin am Literaturfestival in Köln.

Eine zynische Zukunftsvision von Vladimir Sorokin, in der die Droge Tellur den Gipfel der Glückseligkeit darstellt. Sorokins Roman Telluria spielt in der nahen Zukunft, irgendwann in der Mitte des 21.mehr...

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Didier Eribon: Rückkehr nach ReimsDer FN-Propaganda aufgesessen

Die BoulingrinMarkthalle in Reims vor der Renovation.

Aus Eribons Bestseller ableiten, der Front National werde dank den Stimmen ehemaliger Kommunisten gewählt: Ein wohlfeiler Irrtum. Das deutsche Feuilleton- und Talk-Show-Wesen hat es hingekriegt, das ...mehr...

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Geschichtsphilosophische Anmerkungen zu Dantons TodDas Scheitern der Befreiung

Georg Büchners «Dantons Tod» ist das Revolutionsdrama schlechthin. Das gilt in ästhetischer wie in inhaltlicher Hinsicht gleichermassen, wobei hier nur letzterer Aspekt von Interesse ist.mehr...

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Pola Oloixarac: KryptozänHacker aller Länder, vereinigt euch!

Alexandre Dulaunoy

Dass man in technologieverrückten Zeiten noch gute Science-Fiction Romane schreiben kann, beweist die junge argentinische Autorin in ihrem neuesten Werk. «Kryptozän» ist Pola Oloixaracs zweiter ...mehr...

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Ronald M. Schernikau: Die Tage in LZu bunt fürs Grau

Ronald M. Schernikau porträtiert die DDR kurz vor dem Fall der Mauer und dem Kollaps der sozialistischen Blockstaaten und erinnert an ihr Versprechen einer besseren aller bisherigen Welten. Die „tage in l.“ sind jene in Leipzig verbrachten, die aus dem biografischen Kuriosum des Autors schöpfen, in Ostdeutschland geboren, westdeutsch sozialisiert und schliesslich in die DDR zurückgekehrt zu sein, um einen „kundschafterroman“ (S. 10) über diese seine DDR und ihre Beziehung zur Bonner Republik schreiben zu können.mehr...

Peter Weiss: Die Ästhetik des Widerstands«Sie müssten selber mächtig werden dieses Griffs»

Szene aus dem Peter WeissFilm «Studie II» («Hallucinationer»), 1952.

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«Die Ästhetik des Widerstands» von Peter Weiss gilt als «Jahrhundertwerk». Bis heute bewegt es ästhetisch und politisch.mehr...

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Martin Sudermann: XXX - Ein Atomkraft-KrimiTod im Wendland

Gorleben, Sitzblockade, November 2011.

November 2010. Zwei Tage nach einem von heftigen Auseinandersetzungen begleiteten Castor-Transport wird die Leiche eines Demonstranten in der Göhrde entdeckt. Holger Becker, 54 Jahre alt, sportlich und ...mehr...

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Rezension zu Dmitrij KapitelmanDas Lächeln meines unsichtbaren Vaters

Klagemauer bei Nacht, Jerusalem.

Dmitrij Kapitelman ist 1986 in Kiew geboren. Als er acht Jahre alt war, ist die Familie nach Leipzig ausgewandert – als „willkommene Wiedergutmachungsjuden“. Ausgerechnet in jenes Viertel, in dem ...mehr...

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Andreas Latzko: Sieben TageDie Rache des armen Mannes

Im wiederentdeckten Politkrimi aus dem Jahr 1931 ist der gesellschaftspolitische Hintergrund spannender als die Handlung. In der Zusammenfassung erscheint die in Berlin und Hamburg spielende Geschichte simpel.mehr...

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Leif Randt: Planet MagnonSchöne neue Welt?

Leif Randts Roman „Planet Magnon“ entführt in fremde Welten und ferne Zeiten, die – so wie es sich für eine gute Dystopie gehört – zugleich sehr viel über das Hier und Jetzt der Leser_innen aussagen.mehr...

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Wolfgang Herrndorf: Arbeit und StrukturNah am Tod

Dom Crossley

Die Printversion des gleichnamigen Blogs nimmt die Leser_innen mit – nicht nur auf die letzte Reise des Romanautors Wolfgang Herrndorf, sondern auch hinsichtlich der Frage, wie man im Angesicht des ...mehr...

Petra Anwar: Geschichten vom SterbenDas Sterben teilen

Francisco Anzola

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Beeindruckend erzählt Petra Anwar zwölf Geschichten vom Sterben, basierend auf ihrer Arbeit als Palliativmedizinerin in Berlin. Unterstützt hat sie dabei der Schriftsteller und Dramaturg John von Düffel.mehr...

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Tom McCarthy: Satin IslandDas Denken streamt im Kopf

Das Buch «Satin Island» des englischen Autors Tom McCarthy – vielleicht ein Roman über das Leben in unserer Zeit.mehr...

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Thomas Glavinic: Der KameramörderDas Fernsehen, der Zuschauer und die Schuld

Eine spannende Kriminalgeschichte, die schonungslos die Skrupellosigkeit des Fernsehens und den paradoxen Voyeurismus seiner Zuschauer thematisiert.mehr...

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Didier Eribon: Rückkehr nach ReimsDie Schlagkraft erhöhen

Didier Eribon legt den Finger auf eine Schlüsselmechanik der Gegenwart: Er zeigt auf, wie wichtig die Ressource Bildung ist, damit ein Mensch seinen Klassenstandort verbessern kann. Und mit Bildung meint er weit mehr als reine Bücherbelesenheit. Er beleuchtet die knallharte Wirksamkeit dessen, was Pierre Bourdieu einst als Bildungskapital bezeichnet hat. Das Buch lässt Linke zunächst beunruhigt und ratlos zurück.mehr...

George Orwell: 1984Big Brother is watching You!

George Orwell.

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Eine beklemmende Geschichte von Widerstand, Wahnsinn und Wahrheit in einer Welt der totalen Überwachung. Orwell schreibt in 1984 über so viel mehr als nur totale Überwachung und Polizeistaat.mehr...

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Stefano Benni: Die PantherinBei Borges im Billardsalon

Benni erzählt aus der Perspektive eines Fünfzehnjährigen, der die Schule geschmissen hat und sich im Billardsalon beim Kloputzen sein Geld verdient.

Mit zwei neuen Erzählungen beweist der italienische Schriftsteller Stefano Benni wieder einmal seine Kunst. In Italien gehört er zu den etablierten Autoren: Stefano Benni, geboren 1947 in Bologna. ...mehr...

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Jaume Cabré: Das Schweigen des SammlersDas stille Böse in der bürgerlichen Existenz

Jaume Cabré liefert einen Cut-Up-Roman, der emanzipatorisches Potential auf kunstvolle Weise verspielt und somit Raum für ziemlich fragwürdige Interpretationen eröffnet.mehr...

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Joachim Zelter: Schule der ArbeitslosenNicht lesen, nicht träumen, nicht sprechen

Arbeitsamt von Walter Gropius; erbaut 1928–29.

In seinem dystopischen Roman von 2006 schildert Zelter ein reales Horrorszenario im Jahr 2016. Was Joachim Zelter in seinem 2006 erschienenen Roman „Schule der Arbeitslosen“ so satirisch starten ...mehr...

Rezension zum Buch von Vassilij GrossmanLeben und Schicksal

Der russische Regisseur Fedor Bondarchuk beim Filmdreh zu Stalingrad.

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Grossman entwirft in diesem Roman ein umfassendes Panorama der Kämpfe um Stalingrad. Sein 1080 Seiten-Roman geschrieben in den Jahren bis 1960, ist erst jetzt ungekürzt in neuer Übersetzung herausgekommen.mehr...

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Der Geschichte zum TrotzRobert Cohen: Exil der frechen Frauen

Robert Cohen setzt mit seinem historischen Roman „Exil der frechen Frauen“ den Kommunistinnen Olga Benario, Maria Osten und Ruth Rewald ein literarisches Denkmal. Dabei zeigt er die Widersprüche ihrer Zeit auf. Am 11. April 1928 treffen sich die Schriftstellerinnen Maria Gresshörner und Ruth Rewald in einem Café der Reichshauptstadt Berlin.mehr...

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Der alltägliche TerrorTezer Kiral: Die kalten Nächte der Kindheit

LVRKlinik Köln, Zugangsgebäude zur Forensischen Psychiatrie.

Der autobiografisch geprägte Roman «Die kalten Nächte der Kindheit» dokumentiert auf anrührende Weise die Gewalt von sogenannten Nervenkliniken. Das Leben und das schriftstellerische Schaffen von ...mehr...

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Rezension zum BuchHarry Mulisch: Die Entdeckung des Himmels

„Die Entdeckung des Himmels“ gilt als Harry Mulischs bestes und vielseitigstes Buch und setzt sich mit vielen „Themen unserer Zeit“ kritisch auseinander.mehr...

Rezension zum Roman von Alfred DöblinNovember 1918 - Eine deutsche Revolution

Alfred Döblin an der Akademie der Künste in Berlin, 1929 (stehend, zweiter von links).

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Authentisches und Revolutionäres von Alfred Döblin, einem viel zu lange viel zu vergessenen Schriftsteller. 1957- Döblin war so verarmt, dass er nur in Deutschland - wohl über Wiedergutmachung - eine Sanatoriumsversorgung erhalten konnte.mehr...

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Autobiographie von Richard Hell: Blank GenerationDas Dilemma der Unterschätzten

Mit seiner Autobiographie liefert Richard Hell, Mitglied der Punkbands Heartbreakers und Television, fragmentarische Einblicke in sein Leben.mehr...

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Ingvar Ambjørnsen: Die Nacht träumt vom TagBeiläufig anders

Auf eine etwas seltsam niederschwellige Art zieht einen der Roman «Die Nacht träumt vom Tag» von Ingvar Ambjørnsen in einen Sog und lässt die Leser_innen nicht so einfach los, vor allem diejenigen, die ein Flair für etwas düstere skandinavische Literatur haben.mehr...

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Rezension zum Roman über die junge DDRWerner Bräunig: Rummelplatz

Die Goethestrasse in Bad Doberan im Landkreis Rostock in MecklenburgVorpommern, Januar 1990.

Der Roman «Rummelplatz» von Werner Bräunig verschafft tiefe Einblicke in die Probleme und Hoffnungen der Menschen in der jungen DDR. Bräunig beschreibt auf gut 600 Seiten die Schicksale einzelner ...mehr...

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Ermattende Dialoge und kleinbürgerlicher EgozentrismusAlbert Ostermaier: Lenz im Libanon

Der neu erschienene Roman von Albert Ostermaier «Lenz im Libanon» ist ein Buch, welches unbedingt in jeder Bibliothek fehlen sollte.mehr...

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Klassiker, und solche, die es werden sollten (Teil 4)Primo Levi: Das periodische System

Der Italienische Schriftsteller und Chemiker Primo Levi.

Primo Levi, ein italienischer Jude, der am 13. Dezember 1943 von der faschistischen Miliz festgenommen und nach Auschwitz deportiert wurde, berichtet in „Ist das ein Mensch?“ von seiner Deportation ...mehr...

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Aleš Šteger: Archiv der toten SeelenLeichen im Keller

Thriller, Groteske, Gesellschaftsroman, Stadtporträt? Irgendwie von allem etwas ist Aleš Štegers „Archiv der toten Seelen“.mehr...

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Klassiker, und solche, die es werden sollten (Teil 3)Theodor Bergmann: Im Jahrhundert der Katastrophen

Dieser Tage wurde Theodor Bergmann hundert und er ergänzte seine Biografie im Zuge dieses runden Geburtstages um ein weiteres Kapitel: „1917 – 2017: 100 Jahre Oktoberrevolution.mehr...

Klassiker, und solche, die es werden sollten (Teil 1)Primo Levi: Ist das ein Mensch?

Das Konzentrationslager Auschwitz in Polen.

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Primo Levi, ein italienischer Jude, der am 13. Dezember 1943 von der faschistischen Miliz festgenommen und nach Auschwitz deportiert wurde, berichtet in „Ist das ein Mensch?“ von seiner Deportation und Gefangenschaft.mehr...

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Ein beachtliches ExperimentMartin Walser: Angstblüte

Auf den Spuren Balzacs, Zolas und Tom Wolfes dringt Martin Walser mit seinem Roman «Angstblüte» in die Seele des Geldmenschen ein, der allen Ernstes glaubt, das Geld schaffe den Wert.mehr...

Bemerkungen zu Dietmar Daths RomanenZu Dietmar Daths „Leider bin ich tot“

Mario Sixtus

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Über den ehemaligen Chefredakteur der Musikzeitschrift Spex, für dessen Debütroman („Cordula killt dich! Oder: Wir sind doch nicht die Nemesis von jedem Pfeifenheini“) eigens ein Verlag gegründet wurde, ist schon mehrmals geschrieben worden.mehr...

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Kommunismus im unendlichen RaumDer Science Fiction-Autor Iain Banks

Der Moment bei dem einem auffällt dass der oder die AutorInnen einer Geschichte (egal ob nun Niedergeschrieben, in laufende Bilder gepackt, in Form eines Spiels oder sonst etwas), eine ähnliche Weltanschauung vertreten müssen wie man selbst, ist ein schöner.mehr...

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Rezension zum RomanNicolas Born: Die Fälschung

Checkpoint während des libanesischen Bürgerkriegs, Beirut 1982.

Auch vor 30 Jahren wütete der Krieg im Libanon: Journalist Laschen erfährt stellvertretend für uns und vorweg die Unmöglichkeit des Eindringens in die Wirklichkeit des Krieges. Alle Vorstellungen ...mehr...

Shumona Sinha: Erschlagt die Armen!Die Märchen der menschlichen Zugvögel

pedrosimoes7

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Kämpfen statt betteln: Mit einer verstörenden Handlung erzählt Shumona Sinha vom Elend jener Flüchtlinge, die nicht als „politisch verfolgt“ gelten und von der gnadenlosen Logik des europäischen Asylsystems betroffen sind.mehr...

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