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Belletristik

Didier Eribon: Rückkehr nach ReimsDer FN-Propaganda aufgesessen
Die BoulingrinMarkthalle in Reims vor der Renovation.

Aus Eribons Bestseller ableiten, der Front National werde dank den Stimmen ehemaliger Kommunisten gewählt: Ein wohlfeiler Irrtum. Das deutsche Feuilleton- und Talk-Show-Wesen hat es hingekriegt, das Buch vollkommen zu verfälschen und für politische Nebenzwecke zu instrumentalisieren. In der Kritik wurde Eribon mit allerlei Spekulationen zum «Weltweisen» gekürt.mehr...

Buchrezensionen

Geschichtsphilosophische Anmerkungen zu Dantons TodDas Scheitern der Befreiung
Werke von Georg Büchner, ausgestellt im Georg Büchner Geburtshaus in Riedstadt.

Georg Büchners «Dantons Tod» ist das Revolutionsdrama schlechthin. Das gilt in ästhetischer wie in inhaltlicher Hinsicht gleichermassen, wobei hier nur letzterer Aspekt von Interesse ist. Im Folgenden wird ein kurzer ...mehr...

Buchrezensionen

Pola Oloixarac: KryptozänHacker aller Länder, vereinigt euch!

Dass man in technologieverrückten Zeiten noch gute Science-Fiction Romane schreiben kann, beweist die junge argentinische Autorin in ihrem neuesten Werk. «Kryptozän» ist Pola Oloixaracs zweiter Roman.mehr...

Buchrezensionen

Ronald M. Schernikau: Die Tage in LZu bunt fürs Grau
Leipzig, DDR, 1989, Petersstrasse, Blick in Richtung Markt.

Ronald M. Schernikau porträtiert die DDR kurz vor dem Fall der Mauer und dem Kollaps der sozialistischen Blockstaaten und erinnert an ihr Versprechen einer besseren aller bisherigen Welten. Die „tage in l.“ sind jene in Leipzig ...mehr...

Buchrezensionen

Peter Weiss: Die Ästhetik des Widerstands«Sie müssten selber mächtig werden dieses Griffs»

«Die Ästhetik des Widerstands» von Peter Weiss gilt als «Jahrhundertwerk». Bis heute bewegt es ästhetisch und politisch.mehr...

Martin Sudermann: XXX - Ein Atomkraft-KrimiTod im Wendland
Gorleben, Sitzblockade, November 2011.

Buchrezensionen

November 2010. Zwei Tage nach einem von heftigen Auseinandersetzungen begleiteten Castor-Transport wird die Leiche eines Demonstranten in der Göhrde entdeckt.mehr...

Buchrezensionen

Rezension zu Dmitrij KapitelmanDas Lächeln meines unsichtbaren Vaters
Klagemauer bei Nacht, Jerusalem.

Dmitrij Kapitelman ist 1986 in Kiew geboren. Als er acht Jahre alt war, ist die Familie nach Leipzig ausgewandert – als „willkommene Wiedergutmachungsjuden“. Ausgerechnet in jenes Viertel, in dem „jeden Abend Neonazihorden ...mehr...

Buchrezensionen

Andreas Latzko: Sieben TageDie Rache des armen Mannes
Modell der Teweswerke in Berlin, 1931.

Im wiederentdeckten Politkrimi aus dem Jahr 1931 ist der gesellschaftspolitische Hintergrund spannender als die Handlung. In der Zusammenfassung erscheint die in Berlin und Hamburg spielende Geschichte simpel. Hauptpersonen sind ein ...mehr...

Buchrezensionen

Leif Randt: Planet MagnonSchöne neue Welt?

Leif Randts Roman „Planet Magnon“ entführt in fremde Welten und ferne Zeiten, die – so wie es sich für eine gute Dystopie gehört – zugleich sehr viel über das Hier und Jetzt der Leser_innen aussagen.mehr...

Buchrezensionen

Wolfgang Herrndorf: Arbeit und StrukturNah am Tod

Die Printversion des gleichnamigen Blogs nimmt die Leser_innen mit – nicht nur auf die letzte Reise des Romanautors Wolfgang Herrndorf, sondern auch hinsichtlich der Frage, wie man im Angesicht des Todes weiterleben kann.mehr...

Buchrezensionen

Petra Anwar: Geschichten vom SterbenDas Sterben teilen
Francisco Anzola

Beeindruckend erzählt Petra Anwar zwölf Geschichten vom Sterben, basierend auf ihrer Arbeit als Palliativmedizinerin in Berlin. Unterstützt hat sie dabei der Schriftsteller und Dramaturg John von Düffel. Sie begleitet ...mehr...

Tom McCarthy: Satin IslandDas Denken streamt im Kopf
Satin White.

Buchrezensionen

Das Buch «Satin Island» des englischen Autors Tom McCarthy – vielleicht ein Roman über das Leben in unserer Zeit. Tom McCarthy ist ein englischer Schriftsteller und Künstler, «Satin Island» sein drittes oder viertes Buch, das in deutscher Übersetzung erschienen ist: Ein Buch, das im Literaturbetrieb von heute über alle Erwartungen hinausgeht. Dabei verzichtet «Satin Island» auf eine fortschreitende Handlung im überlieferten Sinn.mehr...

Buchrezensionen

Thomas Glavinic: Der KameramörderDas Fernsehen, der Zuschauer und die Schuld

Eine spannende Kriminalgeschichte, die schonungslos die Skrupellosigkeit des Fernsehens und den paradoxen Voyeurismus seiner Zuschauer thematisiert. Thomas Glavinic legt in seinem Roman „Der Kameramörder“, der 2002 mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet wurde, den Finger in viele Wunden der Medienwelt. Der Text stellt eine mahnende Erinnerung dar. Anachronistisch ist er dabei nicht.mehr...

Buchrezensionen

Didier Eribon: Rückkehr nach ReimsDie Schlagkraft erhöhen

Didier Eribon legt den Finger auf eine Schlüsselmechanik der Gegenwart: Er zeigt auf, wie wichtig die Ressource Bildung ist, damit ein Mensch seinen Klassenstandort verbessern kann. Und mit Bildung meint er weit mehr als reine Bücherbelesenheit. Er beleuchtet die knallharte Wirksamkeit dessen, was Pierre Bourdieu einst als Bildungskapital bezeichnet hat. Das Buch lässt Linke zunächst beunruhigt und ratlos zurück.mehr...

Buchrezensionen

George Orwell: 1984Big Brother is watching You!

Eine beklemmende Geschichte von Widerstand, Wahnsinn und Wahrheit in einer Welt der totalen Überwachung. Orwell schreibt in 1984 über so viel mehr als nur totale Überwachung und Polizeistaat.mehr...

Stefano Benni: Die PantherinBei Borges im Billardsalon
Benni erzählt aus der Perspektive eines Fünfzehnjährigen, der die Schule geschmissen hat und sich im Billardsalon beim Kloputzen sein Geld verdient.

Buchrezensionen

Mit zwei neuen Erzählungen beweist der italienische Schriftsteller Stefano Benni wieder einmal seine Kunst. In Italien gehört er zu den etablierten Autoren: Stefano Benni, geboren 1947 in Bologna.mehr...

Buchrezensionen

Jaume Cabré: Das Schweigen des SammlersDas stille Böse in der bürgerlichen Existenz
Der spanische Schriftsteller Jaume Cabré an der Götheburg Book Fair 2014.

Jaume Cabré liefert einen Cut-Up-Roman, der emanzipatorisches Potential auf kunstvolle Weise verspielt und somit Raum für ziemlich fragwürdige Interpretationen eröffnet. Der Roman wird gebildet aus einem Brief des ...mehr...

Buchrezensionen

Joachim Zelter: Schule der ArbeitslosenNicht lesen, nicht träumen, nicht sprechen

In seinem dystopischen Roman von 2006 schildert Zelter ein reales Horrorszenario im Jahr 2016. Was Joachim Zelter in seinem 2006 erschienenen Roman „Schule der Arbeitslosen“ so satirisch starten lässt, entwickelt sich zu einem Horrorszenario: Wir schreiben das Jahr 2016, und die Digitalisierung der Arbeitswelt schreitet unaufhörlich voran, sodass für viele Arbeiten keine Menschen mehr gebraucht werden.mehr...

Buchrezensionen

Rezension zum Buch von Vassilij GrossmanLeben und Schicksal
Der russische Regisseur Fedor Bondarchuk beim Filmdreh zu Stalingrad.

Grossman entwirft in diesem Roman ein umfassendes Panorama der Kämpfe um Stalingrad. Sein 1080 Seiten-Roman geschrieben in den Jahren bis 1960, ist erst jetzt ungekürzt in neuer Übersetzung herausgekommen. Es handelt sich um ...mehr...

Der Geschichte zum TrotzRobert Cohen: Exil der frechen Frauen
Gedenktafel, Frauengefängnis Barnimstrasse, Barnimstrasse 10, BerlinFriedrichshain, Deutschland.

Buchrezensionen

Robert Cohen setzt mit seinem historischen Roman „Exil der frechen Frauen“ den Kommunistinnen Olga Benario, Maria Osten und Ruth Rewald ein literarisches Denkmal. Dabei zeigt er die Widersprüche ihrer Zeit auf. Am 11. April 1928 treffen sich die Schriftstellerinnen Maria Gresshörner und Ruth Rewald in einem Café der Reichshauptstadt Berlin.mehr...

Buchrezensionen

Der alltägliche TerrorTezer Kiral: Die kalten Nächte der Kindheit

Der autobiografisch geprägte Roman «Die kalten Nächte der Kindheit» dokumentiert auf anrührende Weise die Gewalt von sogenannten Nervenkliniken. Das Leben und das schriftstellerische Schaffen von Tezer Kiral, die wohl eher als Tezer Özlü bekannt ist, stellen zusammen genommen einen exemplarischen Fall dar.mehr...

Buchrezensionen

Rezension zum BuchHarry Mulisch: Die Entdeckung des Himmels
Der Autor Harry Mulisch in Amsterdam, 9.

„Die Entdeckung des Himmels“ gilt als Harry Mulischs bestes und vielseitigstes Buch und setzt sich mit vielen „Themen unserer Zeit“ kritisch auseinander. Harry Mulisch, der im Oktober 2010 verstarb, gehörte zu jenen ...mehr...

Buchrezensionen

Rezension zum Roman von Alfred DöblinNovember 1918 - Eine deutsche Revolution

Authentisches und Revolutionäres von Alfred Döblin, einem viel zu lange viel zu vergessenen Schriftsteller. 1957- Döblin war so verarmt, dass er nur in Deutschland - wohl über Wiedergutmachung - eine Sanatoriumsversorgung erhalten konnte.mehr...

Autobiographie von Richard Hell: Blank GenerationDas Dilemma der Unterschätzten
Die Punklegende Richard Hell in den frühen 90er an einem Konzert im Citta Club in Kawasaki, Japan.

Buchrezensionen

Mit seiner Autobiographie liefert Richard Hell, Mitglied der Punkbands Heartbreakers und Television, fragmentarische Einblicke in sein Leben. Aufgewachsen in verschiedenen amerikanischen Vorstädten als Sohn deutschstämmiger Juden, mit den üblichen Schulschwierigkeiten ausgestattet und einer frühen Liebe zu französischer Literatur.mehr...

Buchrezensionen

Ingvar Ambjørnsen: Die Nacht träumt vom TagBeiläufig anders

Auf eine etwas seltsam niederschwellige Art zieht einen der Roman «Die Nacht träumt vom Tag» von Ingvar Ambjørnsen in einen Sog und lässt die Leser_innen nicht so einfach los, vor allem diejenigen, die ein Flair für etwas düstere skandinavische Literatur haben.mehr...

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Rezension zum Roman über die junge DDRWerner Bräunig: Rummelplatz

Der Roman «Rummelplatz» von Werner Bräunig verschafft tiefe Einblicke in die Probleme und Hoffnungen der Menschen in der jungen DDR. Bräunig beschreibt auf gut 600 Seiten die Schicksale einzelner Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsschichten in der jungen DDR von 1949 bis zum 17. Juni 1953.mehr...

Buchrezensionen

Ermattende Dialoge und kleinbürgerlicher EgozentrismusAlbert Ostermaier: Lenz im Libanon
Der Autor Ostermaier entwirft in seinem Roman abstruse Neologismen, bei denen Einschusslöcher in Wänden zu „Beton mit Hautausschlag“ und „Bürgerkriegsakne“ werden.

Der Roman «Rummelplatz» von Werner Bräunig verschafft tiefe Einblicke in die Probleme und Hoffnungen der Menschen in der jungen DDR. Bräunig beschreibt auf gut 600 Seiten die Schicksale einzelner Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsschichten in der jungen DDR von 1949 bis zum 17. Juni 1953.mehr...

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Klassiker, und solche, die es werden sollten (Teil 4)Primo Levi: Das periodische System

Primo Levi, ein italienischer Jude, der am 13. Dezember 1943 von der faschistischen Miliz festgenommen und nach Auschwitz deportiert wurde, berichtet in „Ist das ein Mensch?“ von seiner Deportation und Gefangenschaft.mehr...

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Aleš Šteger: Archiv der toten SeelenLeichen im Keller
Die Kulturhauptstadt Maribor in Slowenien.

Thriller, Groteske, Gesellschaftsroman, Stadtporträt? Irgendwie von allem etwas ist Aleš Štegers „Archiv der toten Seelen“. Mit seinem ersten Roman ist dem slowenischen Autor, der bislang vor allem als Lyriker hervorgetreten ...mehr...

Buchrezensionen

Klassiker, und solche, die es werden sollten (Teil 3)Theodor Bergmann: Im Jahrhundert der Katastrophen

Dieser Tage wurde Theodor Bergmann hundert und er ergänzte seine Biografie im Zuge dieses runden Geburtstages um ein weiteres Kapitel: „1917 – 2017: 100 Jahre Oktoberrevolution. Eine persönliche Zwischenbilanz der kommunistischen Bewegung.“ Mit diesem Buch gewährt er uns auch einen spannenden Einblick in seine zahlreichen Reisen.mehr...

Buchrezensionen

Klassiker, und solche, die es werden sollten (Teil 1)Primo Levi: Ist das ein Mensch?

Primo Levi, ein italienischer Jude, der am 13. Dezember 1943 von der faschistischen Miliz festgenommen und nach Auschwitz deportiert wurde, berichtet in „Ist das ein Mensch?“ von seiner Deportation und Gefangenschaft.mehr...

Ein beachtliches ExperimentMartin Walser: Angstblüte
Martin Walser, Frankfurter Buchmesse 2013.

Buchrezensionen

Auf den Spuren Balzacs, Zolas und Tom Wolfes dringt Martin Walser mit seinem Roman «Angstblüte» in die Seele des Geldmenschen ein, der allen Ernstes glaubt, das Geld schaffe den Wert.mehr...

Buchrezensionen

Bemerkungen zu Dietmar Daths RomanenZu Dietmar Daths „Leider bin ich tot“

Über den ehemaligen Chefredakteur der Musikzeitschrift Spex, für dessen Debütroman („Cordula killt dich! Oder: Wir sind doch nicht die Nemesis von jedem Pfeifenheini“) eigens ein Verlag gegründet wurde, ist schon mehrmals geschrieben worden.mehr...

Kommunismus im unendlichen RaumDer Science Fiction-Autor Iain Banks
Iain M.

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Der Moment bei dem einem auffällt dass der oder die AutorInnen einer Geschichte (egal ob nun Niedergeschrieben, in laufende Bilder gepackt, in Form eines Spiels oder sonst etwas), eine ähnliche Weltanschauung vertreten müssen wie man selbst, ist ein schöner.mehr...

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Rezension zum RomanNicolas Born: Die Fälschung

Auch vor 30 Jahren wütete der Krieg im Libanon: Journalist Laschen erfährt stellvertretend für uns und vorweg die Unmöglichkeit des Eindringens in die Wirklichkeit des Krieges. Alle Vorstellungen vom Weltislamismus als Todfeind, von einem heiligen statt bloss notwendigen Israel, reissen immer weiter in den Krieg hinein.mehr...

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Shumona Sinha: Erschlagt die Armen!Die Märchen der menschlichen Zugvögel
pedrosimoes7

Kämpfen statt betteln: Mit einer verstörenden Handlung erzählt Shumona Sinha vom Elend jener Flüchtlinge, die nicht als „politisch verfolgt“ gelten und von der gnadenlosen Logik des europäischen Asylsystems betroffen sind.mehr...

Jenny Erpenbeck: Gehen, ging, gegangenAuf der sicheren Seite
Containerbau für Flüchtlinge in Hannover im Stadtteil LindenNord.

Buchrezensionen

Erschüttert, aber berührt nicht wirklich: Jenny Erpenbecks Roman zur Flüchtlingskrise. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Richard, einem alternden Berliner Professor, der gerade in den Ruhestand gegangen ist.mehr...

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