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Film | Untergrund-Blättle

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Film

Anlässlich des Todes von Claude Lanzmann„Ich wende mich an den Verstand“

Der französische Regisseur Claude Lanzmann (rechts im Bild).

In Claude Lanzmanns Filmen zwitschern oft die Vögel und rauschen andauernd die Bäume, aber bei ihm klingt das nicht friedlich. Denn das Thema seiner Filme ist die Vernichtung des europäischen Judentums durch die deutschen Nazis und ihre Helfer.mehr...

Kultur

Ansiktet: Das GesichtMagie der Kunst und Rationalität

Der schwedische Regisseur Ingmar Bergman (1918–2007) mit der Schauspielerin Ingrid Thulin.

«Ansiktet» von Ingmar Bergman ist vor allem eine Art Selbstschau auf die Kulturszene, oder genauer auf die Stellung der Kunst und der Künstler in einer sich selbst für aufgeklärt haltenden ...mehr...

Kultur

Rezension zum Antikriegsfilm von Stanley KubrickDr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben

Wenn man so will, hat Stanley Kubrick drei Anti-Kriegs-Filme gedreht – natürlich „Full Metal Jacket“, sicherlich „Wege zum Ruhm“ , und „Dr.mehr...

Kultur

Rezension zum Drama von Hans Weingartner303

Hans Weingartner im Cineplex Münster bei der Preview seines Films

Zwei junge Menschen, jeder von ihnen an einem Scheideweg, begegnen sich per Zufall und setzen ihre Reise gemeinsam fort: Die Suche nach Antworten und sich selbst ist an vielen Stellen hoffnungslos ...mehr...

Kultur

Künstlerporträt der SängerinNico, 1988

In den 1950ern und 60ern stieg die deutsche Sängerin Nico zur Ikone auf. Das Biopic „Nico, 1988“ ignoriert diese Zeit jedoch und konzentriert sich stattdessen auf die letzten Jahre der Künstlerin.mehr...

Madame Bovary von Claude ChabrolTödliche Enge

Lorena Otero DONOSTIA KULTURA

Kultur

Gustave Flauberts zunächst 1856 in der Zeitschrift „Revue de Paris“,dann 1857 in Buchform erschienener Roman „Madame Bovary“, zeitweise verboten wegen „Verstoss gegen die öffentliche Moral, die guten Sitten und die Religion“, auf deutsch erst 1907 herausgegeben, reizte etliche Regisseure vor Claude Chabrol zu einer Visualisierung.mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Ken LoachSweet Sixteen

Arbeiterviertel in Glasgow.

Zerbrochene soziale Beziehungen hat Ken Loach schon immer gnadenlos in Szene gesetzt – gnadenlos denjenigen gegenüber, die er dafür verantwortlich hält. Loachs Inszenierungen sind visuell eindeutig ...mehr...

Kultur

Christian Petzolds Film “Transit” erzählt vom Alltag im AusnahmezustandAm Nullpunkt des Seins

Der Regisseur Christian Petzold beim Photo Call für den Film «Transit» auf der Berlinale 2018.

Der vieldiskutierte Film “Transit” scheint wie gemacht für ein Europa in Zeiten der “Flüchtlingskrise”. Doch die Potenziale des Films, unsere Lage kritisch zu kommentieren, konnte das ...mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Sarah GavronSuffragette – Taten statt Worte

„Suffragette“ erinnert an den harten Kampf der englischen Frauenrechtsbewegung vor rund hundert Jahren. Das ist sehenswert, der historischen Bedeutung wegen, aber auch aufgrund der exzellenten Besetzung und der stimmungsvollen Ausstattung. Über die Besonderheit der Bewegung erfährt man jedoch wenig, das Drama hält sich eng an Bewährtes und ist an manchen Stellen auch vereinfacht bzw. etwas dick aufgetragen.mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Wolfgang FischerStyx

„Styx“ nähert sich dem Thema Flüchtlingskrise auf eine ungewöhnliche Weise an. Während die erste Hälfte sehr dokumentarisch umgesetzt ist, wenn wir mit einem Segelboot unterwegs sind, ist die zweite umso emotionaler.mehr...

Kultur

Fahrenheit 451Das Paradoxe des Totalitären

Monorail SafegeFilm locations von Fahrenheit 451 (1966).

Eine triste, graue und kalte Szenerie in einer nicht allzu fernen Zukunft entfaltet sich vor unseren Augen. Menschen in einer Schwebebahn, schweigend, ins Nichts blickend. Die Häuser, die sie bewohnen, ...mehr...

Rezension zum Film von Wim WendersDer Himmel über Berlin

Imbiss Bundesallee in BerlinWilmersdorf.

Kultur

„Der Himmel über Berlin“ gilt bis heute als eines der grossen Meisterwerke von Wim Wenders bzw. des zeitgenössischen deutschen Kinos.mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Andrei TarkowskiSolaris

Andrei Tarkovsky gilt als der bedeutendste russische Regisseur nach Sergej Eisenstein. Sein nach einem Roman von Stanislaw Lem gedrehter Film „Solaris“ gilt unter Kennern als Meisterstück, vergleichbar nur noch mit Kubricks „2001: A Space Odyssee“.mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Billy WilderDas Appartement

Schon Ende der 20er Jahre begann Wilders Karriere als Drehbuchautor, u.a. 1931 für die Kästner-Verfilmung »Emil und die Detektive«.mehr...

Kultur

Grosses Drama auf kleinem RaumDraussen in meinem Kopf

Samuel Koch, dessen live gefilmter, folgenschwerer Unfall in „Wetten, dass…“ ihn 2010 bekannt machte, ist seitdem ein querschnittsgelähmter Schauspieler, der seinen Körper als Ausdrucksmittel nicht nutzen kann, sich aber desto intensiver seiner Augen, seiner akzentuierten Sprechkunst, seiner Mimik bedient.mehr...

Familie, Missbrauch, VerleugnungThomas Vinterberg: Das Fest

Der dänische Filmregisseur Thomas Vinterberg am 40.

Kultur

Thomas Vinterbergs „Festen”, ein Dogma-Film, der kein Szenenbild braucht, ja gar keines haben darf, weil es die Dogma-Regeln so vorsehen –, führt nicht nur die Familienmitglieder zu einem feucht-fröhlichen Jubelfest zusammen; „Festen” visualisiert sozusagen den Klimax einer familiären Katastrophe, dekonstruiert die gutbürgerliche oder auch weniger gut bürgerliche Familie und ihre vordergründige, gespielte, Konflikte überdeckende Idylle.mehr...

Kultur

Rezension zum EpisodenfilmDeutschland im Herbst

Versteck für Pistole in Akten während der StammheimProzesse.

Ein Begräbnis. Nicht irgendeines. Das des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer, ermordet von Mitgliedern der Roten Armee Fraktion. Kränze. Viele schweigen, einige reden miteinander. Ein ...mehr...

Kultur

Transit: Rezension zum neuen Film von Christian PetzoldIm historischen Nichts

Der Film kokettiert mit einer Idee: seine Fluchtgeschichte aus dem Roman von Anna Seghers spielt zwar 1941, aber in den Kulissen von heute.mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Frank BeyerSpur der Steine

DDRRegisseur Frank Beyer am internationalen Filmfestival in Karlovy Vary, Juli 1964.

Frank Beyer war lange Jahre Mitglied in der SED. Der 1932 geborene Regisseur, studierter Theaterwissenschaftler, drehte u.a. „Nackt unter Wölfen“ (1962, nach dem Roman von Bruno Apitz) und ...mehr...

Rezension zum Film von Ramin Bahrani99 Homes

Durham, North Carolina.

Kultur

„99 Homes“ zeigt nüchtern, gerade dadurch aber auch mit gehöriger Wucht, wie Menschen aufgrund der Krise und rücksichtloser Geldmacher ihr Zuhause verlieren.mehr...

Kultur

Dokumentation über James BaldwinI Am Not Your Negro

Teils Literaturessay, teils Porträt bedeutender Bürgerrechtler ist „I Am Not Your Negro“ ein spannender Dokumentarfilm über den Rassismus in den USA, der den Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart schlägt.mehr...

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Zwischen Bibeltreue, Massaker und RebellionBest of Jesus-Filme: Keiner starb öfter

The JESUS Film Project

Keine historische oder mythologische Figur ist so oft in Filmen gestorben wie Jesus. Dabei fehlen in dieser Wikipedia-Auflistung derzeit sogar Klassiker wie etwa „Jesus von Montréal“. Letzterer ist ...mehr...

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Rezension zum Film von Quentin TarantinoReservoir Dogs

Tarantinos Regiedebüt – mit dem unsäglichen deutschen Titel „Wilde Hunde“ – zeigt schon deutlich die Vorlieben des Regisseurs für ein Kino, das gegen den Strich bürstet, was klassische Dramaturgie, inhaltliche Aussage und Effekte angeht.mehr...

Raoul Peck: Der junge Karl MarxDer weichgespülte Karl Marx

Schauspieler August Diehl (Karl Marx) und Regisseur Raoul Peck bei einer Pressekonferenz zu «Der junge Karl Marx» an den Internationalen Filmfestspielen 2017 in Berlin.

Kultur

Raoul Peck, der zuletzt mit „I am not your negro“ eine oskarnominierte Auseinandersetzung mit der schwarzen Bürgerrechtsbewegung veröffentlichte, hat Karl Marx‘ Leben verfilmt; genauer, Marx‘ prägende Jahre.mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Craig GillespieTonya Harding: I, Tonya

Die Geschichte um die begnadete Eiskunstläuferin Tonya Harding, deren Karriere sehr hässlich endete, hätte Stoff für ein Drama oder auch einen Thriller gegeben. „I, Tonya“ macht daraus jedoch eine böse bis satirische (Meta-)Komödie, die sich über alles und jeden lustig macht, der damit zusammenhängt.mehr...

Kultur

Rezension zum FilmTatis Schützenfest

In „Tatis Schützenfest” feiert Jacques Tati, der den Briefträger François spielt, die französische dörfliche Gemeinschaft – mit kritischer Sympathie, mit Leidenschaft, Liebe, aber ohne in idyllische Fahrwasser zu geraten.mehr...

Kultur

«Die Verlegerin» von Steven SpielbergDer vergessene Whistleblower

Logo des Films «Die Verlegerin».

Die ersten drei Filmminuten sind vielversprechend. Vietnam 1965. Eine Einheit der US-Army schleicht durch den dämmrigen Dschungel, eine leise Frage „Wer ist denn der Neue?“, und eine Antwort: ...mehr...

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Zur 90. Verleihung der Oscar Academy AwardsHollywood: Feminismus und Schwarze Superheld*innen

Am 4. März findet die 90. Verleihung des weltweit wichtigsten Filmpreises statt: Die Oscars. Ein Anlass, die Filmbranche auf ihr emanzipatorisches Potential abzuklopfen. Ist Hollywood zu wenig divers, was #Oscarssowhite suggeriert? Werden Frauen in der Schweizer Filmförderung diskriminiert? Wann haben wir zum letzten Mal eine Schwarze Superheldin gesehen? Und ist das alles überhaupt relevant?mehr...

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Ingmar Bergman: Wilde ErdbeerenEin Toter, der doch lebt

Der schwedische Regisseur Ingmar Bergman (1918–2007) während den Dreharbeiten zu «Wilde Erdbeeren».

Ein versteckter Ort. Nur zu finden für den, der auch sucht, zur richtigen Zeit. Smultronstället, der Ort, an dem die wilden, süssen Erdbeeren wachsen. Wer sie findet, kostet vom Leben, vom Baum der ...mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Andrei TarkowskiStalker

Der Kultfilm «Stalker» des russischen Meisterregisseurs Andrei Tarkowski ist eine Art Trip, ein Seelentrip dreier unterschiedlicher Menschen durch eine geheimnisvolle Welt, von der nie ganz klar wird, ob sie die innere Welt der drei Männer repräsentiert oder tatsächlich existiert. «Stalker» ist zweifelsohne einer der aussergewöhnlichsten filmischen Zivilisationskritiken.mehr...

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Rezension zum Film von Martin McDonaghThree Billboards Outside Ebbing, Missouri

Wie lebt ein Mensch, der ein schweres Trauma erlebt hat? Eine Mutter, deren jugendliche Tochter vergewaltigt, ermordet und verbrannt wurde?mehr...

Rezension zum Film von Agnieszka HollandDie Spur: Eine Frau sieht rot

Die Regisseurin Agnieszka Holland bei der Vorstellung des polnischen Films «Die Spur» auf der Berlinale 2017.

Kultur

Sie lebt mit ihren geliebten zwei Hunden in einem kleinen polnischen Ort der Sudety, der ehemaligen deutschen Sudeten, nahe der tschechischen Grenze, ist Mitte 60 und ein bisschen verrückt: Janine Duszejko, die darauf besteht, bei ihrem Nachnamen genannt zu werden.mehr...

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Rezension zum Film von Rafael KapelinskiButterfly Kisses

„Butterfly Kisses“ fängt wie die meisten Sozialdramen aus Grossbritannien an, geht aber doch auch eigene Wege. Da wären zum einen die Schwarzweiss-Aufnahmen, welche dem Film eine poetische Note geben.mehr...

Rezension zum Film von Valérie MassadianMilla

Küstenabschnitt in der Bretagne.

Kultur

„Milla“ erzählt die Geschichte zweier ungleicher Ausreisser, die sich ohne Geld - aber verliebt und voller Lebenslust - durchschlagen.mehr...

Kultur

Der Dokumentarfilm «Das Gegenteil von Grau» zeigt den anderen Pott. Ein Gespräch mit dem Filmemacher Matthias CoersDas Gegenteil von Grau

Brachflächen, Leerstand, Anonymität, Stillstand - nicht alle wollen sich damit abfinden. Im Gegenteil.mehr...

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Spartacus von Stanley KubrickDie Utopie der Freiheit

Kostüm für Marcus Licinius Crassus (Laurence Olivier) aus dem SpartacusFilm an einer Stanley Kubrick Ausstellung.

Ein „Sandalenfilm“ von Stanley Kubrick? Der damals 31jährige Regisseur hat wohl nie vorher und nach „Spartacus“ einen Film gedreht, in dem derart wenige Ideen von ihm selbst realisiert wurden ...mehr...

Spalter killen das Berliner Filmfestival “globale”Strunzverbohrte Ideologiegläubigkeit

Symbolbild.

Kultur

Es ist mal wieder so ein klassisches linkes Trauerspiel. Da gibt es mit der “globale” für 13 Jahre ein nicht-kommerzielles Festival, das 2003 aus der globalisierungskritischen Bewegung entstanden ist.mehr...

Trap