Kultur

Die Imagination der „Macht des Volkes“Pop und Populismus
Konzert der Rockband Rage Against the Machine im Target Center von Minneapolis, September 2008.

Pop, sollte man meinen, ist doch je schon und von Anfang an, seit den fünfziger Jahren, populistisch: Wie „Pop“ einst, sei der Populismus heute auch und vor allem: Kampfbegriff – wenn auch jener offensiv und affirmativ, dieser hingegen negativ, als Vorwurf; sowieso stecke etymologisch, zumindest wenn „Pop“ als Abkürzung für das Populäre verstanden wird, in beiden Wörtern das lateinische „populus“ = Volk.mehr...

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Überraschend berührtDas Kino des Max Ophüls und das Verlangen nach dem Verlangen selbst
Madame de … ist ein französischItalienisches Filmdrama von Max Ophüls aus dem Jahr 1953.

Das Kino des Max Ophüls wurde oft als oberflächlich bezeichnet. Ein Missverständnis: Seine Filme reflektieren komplexe menschliche Erfahrungen, so unterschiedlich wie das Gefühl der Vergeblichkeit, das Vergehen der Zeit oder die ...mehr...

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„Angriff ist die beste Verteidigung“Do Not Resist – Police 3.0

In seinem Regiedebüt «Do Not Resist – Police 3.0» versammelt Craig Atkinson eine ganze Reihe von Beispielen zu den Themen militarisierte Polizei und Sicherheit.mehr...

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Vom Oranienplatz in die OperInterview mit der Band Antinational Embassy
«Abendspaziergang» rund um das Sperrgebiet der Gerhart Hauptmann Schule an der Ohlauer Strasse in Berlin Kreuzberg, Juni 2014.

Die Band Antinational Embassy gründete sich Anfang 2013 in der damals besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin Kreuzberg. Die Besetzung hat sich im Laufe der Zeit immer wieder geändert. Einige sind gegangen, einige ...mehr...

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Rezension zum Film von Chris KrausDie Blumen von gestern

Der Film «Die Blumen von gestern» des deutschen Autor und Filmregisseurs Chris Kraus erzählt von Gefühlserbschaften, von der Weitergabe des Auschwitz-Traumas bis in die dritte Generation der Opfer in Zazies Familie, ebenso wie von der Weitergabe der Hass-Ideologie in Totilas Nazi-Familie; aber auch vom frühen Ausstieg Totilas und vom Schmerz auch all jener Menschen, die sich mit den Traumata des Holocausts näher beschäftigen .mehr...

Rezension zum Film von Nicole WeegmannEin Teil von uns
Die deutsche Filmregisseurin Nicole Weegmann im Gespräch, Juni 2011.

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Eine Familie hadert mit der psychisch kranken und obdachlosen Mutter. Das ist schwerer Stoff, „Ein Teil von uns“ macht es weder sich, noch dem Publikum einfach.mehr...

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Bertolt Brecht: Die SeeräuberjennyNo future for Jenny
Bertolt Brecht an der Friedenskundgebung des Kulturbundes am 24.10.1948 in der Deutschen Staatsoper (Admiralspalast) in Berlin.

Brecht hat das Gedicht «Die Seeräuberjenny» 1926 geschrieben, im selben Zeitraum wie die Ballade «Von der Kindesmörderin Marie Farrar», einer als Dienstmädchen schuftenden jungen Frau, die ihre (ungewollte) Schwangerschaft ...mehr...

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Rezension zum Film von Mariana RondónPelo Malo: Der Traum vom glatten Haar
Der Film, ein Sozialdrama aus Venezuela über den Überlebenskampf in Caracas, thematisiert im Subtext die Verschleppung und jahrhundertelange Versklavung afrikanischer Menschen.

„Ich habe dich nicht lieb.“ sagt der 9jährige Junior zu seiner Mutter in der Küche in einem dicht bevölkerten Viertel in Caracas. „Ich dich auch nicht.“ antwortet die Mutter. Wann sassen sich in einem Kinofilm jemals ...mehr...

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Hip-Hop und Selbstorganisierung in Athen„Wir versuchen, eine neue proletarische Kultur aufzubauen“

Über Hip-Hop und Selbstorganisierung in Athen und anderswo – Interview mit Apsinthos und DJ Cinuk Muerto.mehr...

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Angriff der Gegenwart auf die übrige ZeitThe Future is unwritten

Die Moderne will auf Dauer eingestellt sein, proklamiert die Ewigkeit, die keinen Anfang und kein Ende kennt, verteidigt die Beständigkeit ihrer Werte.mehr...

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Rezension zum Film von Daniel RagussisImperium
Graham Dean  ngc981

„Imperium“ erinnert nicht nur daran, dass im Schatten des islamistischen Terrors auch vor der eigenen Haustür Terror droht, sondern zeigt auch auf erschreckende Weise, wie Wahrnehmung und Realität auseinanderklaffen können. ...mehr...

Über das neue Berliner Hip-Hop-Album „LIT Lost in Translation“ von JuJu Rogers und BluestaebRight on! All Power to the People!
Black Panther Convention, 1970.

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Panther Power Rap auf souligen Hip-Hop-Beats – das neue Album „LIT Lost in Translation“ von JuJu Rogers (Rap) und Bluestaeb (Beats und Produktion) ist schon musikalisch vom Feinsten.mehr...

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Rezension zum Film von Veronika Franz und Severin FialaVeronika Franz: Ich seh, ich seh

Zwei Kinder erkennen ihre Mutter nach einer Operation nicht wieder, was zu immer stärkeren Konflikten führt – aus dieser Ausgangslage wird bei „Ich seh, ich seh“ von den österreichischen RegisseurInnen Veronika Franz und Severin Fiala ein atmosphärischer starker, teilweise sehr schmerzhafter Thriller, auch wenn Genreprofis das Ende bereits früh vorwegsehen können.mehr...

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Mehr Melancholie!Nachruf auf Leonard Cohen

Manche meinen, Leonard Cohen hätte eher als Bob Dylan den Literaturnobelpreis verdient, was stimmen mag, aber ähnlich wie bei den Dylan-Fans dürfte es auch für die Cohen-Fans letztlich egal sein.mehr...

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Interview mit Monchi von der Punkband Feine Sahne Fischfilet„Wenn nur noch die Solipartys laufen, läuft irgendwas schief“

Über Antifa-Konzerte in Meck-Pomm, den Blick über den deutschen Tellerrand und die Notwendigkeit, sich immer und immer wieder zu streiten – Interview mit Monchi von Feine Sahne Fischfilet.mehr...

Ken Loach: I, Daniel BlakeDas tödliche System
Der britische Filmregisseur Ken Loach am Festival von Cannes, Mai 2014.

Kultur

Ken Loachs neuer Film „I, Daniel Blake“ beschreibt das Ergebnis jahrzehntelanger neoliberaler Zerstörung der sozialen Sicherungssysteme. Daniel Blake ist ein älterer Mann, der nach einem Herzinfarkt nicht arbeiten darf. Sozialhilfe kriegt er allerdings auch nicht. Die gesichtslose Mitarbeiterin einer privaten Gesundheitsdienstleistungsfirma sieht keinen Grund, weshalb Daniel nicht arbeiten könnte.mehr...

Kultur

Gegen die Re-Essentialisierung von Ausdrucks- und ProtestformenComandante Brus Li isst Sushi
Ist es nur für Schwarze legitim, Dreadlocks zu tragen?

Sind Dreadlocks bei Weissen kulturimperialistisch? Offenbart der Protest gegen die Prekarisierung in Europa bloss die Heuchelei der Protestierenden, die ihre Privilegien nicht reflektieren? In den letzten Jahren sind ...mehr...

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Rezension zum Film von Stephan RichterEiner von uns

„Einer von uns“ ist das zugleich spannende wie trostlose Porträt einer Gesellschaft, deren Mittelpunkt ein Supermarkt bildet.mehr...

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Rezension zum Film von Fede AlvarezDon’t Breathe
Filmregisseur Fede Alvarez an der WonderCon in Anaheim, California, 2013.

«Don’t Breathe» vom uruguayischen Filmregisseur und Drehbuchautor Fede Alvarez ist nichts für schwache Nerven und Asthmatiker sollten sich ihren Kinobesuch zweimal überlegen. Das Ergebnis setzt trotz einiger weniger Schnitzer ...mehr...

Material und VisionAlberto Giacometti und seine Werkstoffe
Alberto Giacometti in Venedig, 1962.

Kultur

Er gehört zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts: Alberto Giacometti (Borgonovo/Bergell 1901-1966 Chur).mehr...

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Rezension zum Film von Jan Ole GersterOh Boy

«Oh Boy» des deutschen Filmregisseurs Jan-Ole Gerster erzählt mit stimmungsvollen Schwarzweissbildern die unspektakuläre Geschichte eines jungen Mannes, der auf seiner Sinnsuche durch Berlin streift und den verschiedensten Menschen begegnet.mehr...

Kultur

Wie Big Data, Kunst und Pop in Südkorea miteinander vermählt werdenSchöpfen oder berechnen?
Hongdae Party District in Seoul, Südkorea.

Songs, deren Melodien mithilfe algorithmischer Verfahren hergestellt werden. Operierte Gesichter und perfekt geshapte Körper. Fernsehserien, deren Plots auf Big-Data-Analysen beruhen. Neue Stars am laufenden Band, frisch aus der ...mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Fritz LangM – Eine Stadt sucht einen Mörder

Fritz Langs unverwüstlicher Klassiker M von 1931 ist nicht etwa nur die Studie eines Mörders, der sich scheinbar nicht kontrollieren kann und zum brutalen Mörder unschuldiger Kinder wird.mehr...

Rezension zum Film von Helena Ahonen und Max AnderssonTito On Ice
Josip Broz Tito im Jahr 1964.

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Zwei Comiczeichner, eine Styropor-Mumie und Papierfiguren machen sich auf den gemeinsamen Weg durch das ehemalige Jugoslawien.mehr...

Kultur

Aufklärung als MassenbetrugPop, Kultur und Alltag

Unser Alltag gehört zur Moderne. Nicht dass Menschen in vormodernen Zeiten nicht auch schon ihren Alltag gehabt hätten: nur war das Alltägliche weitgehend religiös gestaltet, mit reichlich Phantasie durchsetzt, die gerade half, von dem abzusehen, was heute eher als das Alltägliche erscheint – die Wiederkehr des Trotts, die Tretmühle, die Job, Beziehung, Hobby, das Treibrad von Beruf und Freizeit meint. Der Alltag war ein Fest.mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Martti HeldeIn the Crosswind

„In the Crosswind“ der estnischen Regisseurin Martti Helde erzählt die bedrückende Geschichte einer baltischen Familie, die 1941 von Russland deportiert und getrennt wurde.mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Florian GaagLenaLove
Der deiutsche Regisseur Florian Gaag im Lycée Sévigné von CharlevilleMézières.

Mobbing unter Jugendlichen im Alter des Internets, das hätte leicht zu einer Moralstunde werden können, ist bei „LenaLove“ aber eine beunruhigende Mischung aus Jugenddrama und Psychothriller, das von einer engagierten ...mehr...

Kultur

Die Ideologie des Herzens Proust, letzte Liebe

Mit fortschreitendem Alter wird das Lesen zu einem immer schwierigeren Unterfangen. Welches Buch soll man wählen?mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Burhan QurbaniWir sind jung. Wir sind stark.
Die deutsche Filmregisseurin und Drehbuchautorin Katrin Gebbe bei der Vorstellung ihres Kinofilms «Tore tanzt» im ApolloKino Center Ibbenbüren in Ibbenbüren.

Wer waren die Täter der Ausschreitungen 1992 in Rostock? Und was trieb sie an? Eine Antwort auf die erste Frage liefert Burhan Qurbani in seinem Film, die zweite bleibt im Raum stehen. Manche Zuschauer wird das Fehlen einer ...mehr...

Kultur

Und der Po fliegtTwerk 2 Resist

Die Wieder-Entdeckung queerer Blackness durch Niv Acostas Performance ’Discotropic’. Eine Performance, die Science Fiction, Disco, Astrophysik, queere Körper und schwarze Erfahrungen vermischt.mehr...

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Rezension zum Film von Doris DörrieGrüsse aus Fukushima

Es sind wunderbare, geradezu gespenstische Bilder, mit denen uns Doris Dörrie hier auf eine Reise in die Vergangenheit mitnimmt.mehr...

Blick hinter das Idyll der EidgenossenschaftRezension zum Film «Heimatland»
Gewitterwolken über der Schweiz.

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Ein Land, zehn Filmemacher, viele Geschichten … ein Porträt? „Heimatland“ ist ein interessantes filmisches Experiment, welches eine Reihe von Jungregisseuren versammelt, um gemeinsam über das Ende der Schweiz zu sinnieren.mehr...

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Kurd Adler. Zum 100. Todestag eines VergessenenZitterndes Glück

Kurd Adler schildert nicht vornehmlich die Welt der Schützengräben, sondern erzählt von einem Fühlen, einem tiefen poetischen Empfinden wider diese Welt.mehr...

Rezension zum Film von Pablo TraperoEl Clan
Der argentinische Regisseur Pablo Trapero am Cine Arte in Viña del mar, Chile.

Kultur

’Wir hatten ja keine Ahnung!’, hört man es von Nachbarn gefasster Kidnapper und Mörder. Der Film «El Clan» von Pablo Trapero spielt mit dieser Unwissenheit und greift dabei auf seine realen Hintergründe zurück.mehr...

Kultur

Rezension zum Antikriegsfilm von Michael CiminoDeer Hunter: Die durch die Hölle gehen

Schon viel über «Deer Hunter» gelesen und gehört, aber nun kann ich endlich meinen eigenen Senf zum Werk von Michael Cimino dazugeben. Anfangs dachte ich, dass die Spieldauer von 182 Minuten bestimmt zu langatmig sein würde, aber das war nicht der Fall.mehr...

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Das Medium ist die Meta-WareHappy, Meta-Ware (I)
Auf ihrem vierten Studioalbum ,Random Access Memories‘ fordern Daft Punk ihre Fans auf: ,Get Lucky‘!

Das Fernsehprogramm, beispielsweise, verkauft nicht nur Waren und die eigene Hard- und Software, es verkauft Lebensweisen, nationale Identitäten, Organisation von Öffentlichkeit und Intimität. Das Medium ist nicht mehr allein nur ...mehr...

Rezension zum Film von Carolina HellsgardWanja
Landschaftspark DuisburgNord.

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„Wanja“ stellt sich der interessanten Frage, wie ehemalige Häftlinge wieder den Weg ins Leben finden können. Antworten bietet das Drama nicht, dafür springt es zu sehr von Thema zu Thema, bleibt im Guten wie im Schlechten bis zuletzt fremd.mehr...

Quellen-URL:

http://www.untergrund-blättle.ch/kultur/

Untergrund-Blättle 2017