Kultur

Überraschend berührtDas Kino des Max Ophüls und das Verlangen nach dem Verlangen selbst
Madame de … ist ein französischItalienisches Filmdrama von Max Ophüls aus dem Jahr 1953.

Das Kino des Max Ophüls wurde oft als oberflächlich bezeichnet. Ein Missverständnis: Seine Filme reflektieren komplexe menschliche Erfahrungen, so unterschiedlich wie das Gefühl der Vergeblichkeit, das Vergehen der Zeit oder die Melancholie über das Verlorene.mehr...

Kultur

„Angriff ist die beste Verteidigung“Do Not Resist – Police 3.0
Aufstandsbekämpfung in Ferguson, September 2014.

In seinem Regiedebüt «Do Not Resist – Police 3.0» versammelt Craig Atkinson eine ganze Reihe von Beispielen zu den Themen militarisierte Polizei und Sicherheit. Das ist manchmal absurd, manchmal gewaltsam, in dieser Ballung ...mehr...

Kultur

Vom Oranienplatz in die OperInterview mit der Band Antinational Embassy

Die Band Antinational Embassy gründete sich Anfang 2013 in der damals besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin Kreuzberg. Die Besetzung hat sich im Laufe der Zeit immer wieder geändert.mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Chris KrausDie Blumen von gestern
 Kurt Stocker, Jan Josef Liefers, Chris Kraus, Adèle Haenel, Lars Eidinger und Hannah Herzsprung bei der Österreichpremiere von Die Blumen von gestern im Gartenbaukino in Wien, Österreich.

Der Film «Die Blumen von gestern» des deutschen Autor und Filmregisseurs Chris Kraus erzählt von Gefühlserbschaften, von der Weitergabe des Auschwitz-Traumas bis in die dritte Generation der Opfer in Zazies Familie, ebenso wie ...mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Nicole WeegmannEin Teil von uns

Eine Familie hadert mit der psychisch kranken und obdachlosen Mutter. Das ist schwerer Stoff, „Ein Teil von uns“ macht es weder sich, noch dem Publikum einfach.mehr...

Bertolt Brecht: Die SeeräuberjennyNo future for Jenny
Bertolt Brecht an der Friedenskundgebung des Kulturbundes am 24.10.1948 in der Deutschen Staatsoper (Admiralspalast) in Berlin.

Kultur

Brecht hat das Gedicht «Die Seeräuberjenny» 1926 geschrieben, im selben Zeitraum wie die Ballade «Von der Kindesmörderin Marie Farrar», einer als Dienstmädchen schuftenden jungen Frau, die ihre (ungewollte) Schwangerschaft geheim hält (denn ein schwangeres Dienstmädchen wird auf die Strasse geworfen) und dann aus Verzweiflung ihr Neugeborenes umbringt.mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Mariana RondónPelo Malo: Der Traum vom glatten Haar
Der Film, ein Sozialdrama aus Venezuela über den Überlebenskampf in Caracas, thematisiert im Subtext die Verschleppung und jahrhundertelange Versklavung afrikanischer Menschen.

„Ich habe dich nicht lieb.“ sagt der 9jährige Junior zu seiner Mutter in der Küche in einem dicht bevölkerten Viertel in Caracas. „Ich dich auch nicht.“ antwortet die Mutter. Wann sassen sich in einem Kinofilm jemals ...mehr...

Kultur

Hip-Hop und Selbstorganisierung in Athen„Wir versuchen, eine neue proletarische Kultur aufzubauen“
Wand in Athen, Griechenland.

Über Hip-Hop und Selbstorganisierung in Athen und anderswo – Interview mit Apsinthos und DJ Cinuk Muerto. Anfang November spielten der Rapper Apsinthos und der DJ Cinuk Muerto aus Griechenland zwei Konzerte in Deutschland und ...mehr...

Kultur

Angriff der Gegenwart auf die übrige ZeitThe Future is unwritten

Die Moderne will auf Dauer eingestellt sein, proklamiert die Ewigkeit, die keinen Anfang und kein Ende kennt, verteidigt die Beständigkeit ihrer Werte. Widerlegt wird das, wie in jeder Zeit, von der Vergänglichkeit; das Dauernde, ja Überdauernde realisiert die Moderne nicht als „Ewiges Immer“, sondern, im Gegenteil, als Langeweile: Was bleibt, erscheint nur allzu oft als negativ, lässt einen nicht mehr los.mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Daniel RagussisImperium

„Imperium“ erinnert nicht nur daran, dass im Schatten des islamistischen Terrors auch vor der eigenen Haustür Terror droht, sondern zeigt auch auf erschreckende Weise, wie Wahrnehmung und Realität auseinanderklaffen können.mehr...

Kultur

Über das neue Berliner Hip-Hop-Album „LIT Lost in Translation“ von JuJu Rogers und BluestaebRight on! All Power to the People!
Black Panther Convention, 1970.

Panther Power Rap auf souligen Hip-Hop-Beats – das neue Album „LIT Lost in Translation“ von JuJu Rogers (Rap) und Bluestaeb (Beats und Produktion) ist schon musikalisch vom Feinsten. In Tagen, in denen es uns an ...mehr...

Rezension zum Film von Veronika Franz und Severin FialaVeronika Franz: Ich seh, ich seh
Severin Fiala und Veronika Franz bei der Verleihung des Papierenern Gustls im Jahr 2015 zu ihrem Film «Ich seh, ich seh».

Kultur

Zwei Kinder erkennen ihre Mutter nach einer Operation nicht wieder, was zu immer stärkeren Konflikten führt – aus dieser Ausgangslage wird bei „Ich seh, ich seh“ von den österreichischen RegisseurInnen Veronika Franz und Severin Fiala ein atmosphärischer starker, teilweise sehr schmerzhafter Thriller, auch wenn Genreprofis das Ende bereits früh vorwegsehen können.mehr...

Kultur

Mehr Melancholie!Nachruf auf Leonard Cohen

Manche meinen, Leonard Cohen hätte eher als Bob Dylan den Literaturnobelpreis verdient, was stimmen mag, aber ähnlich wie bei den Dylan-Fans dürfte es auch für die Cohen-Fans letztlich egal sein.mehr...

Kultur

Interview mit Monchi von der Punkband Feine Sahne Fischfilet„Wenn nur noch die Solipartys laufen, läuft irgendwas schief“

Über Antifa-Konzerte in Meck-Pomm, den Blick über den deutschen Tellerrand und die Notwendigkeit, sich immer und immer wieder zu streiten – Interview mit Monchi von Feine Sahne Fischfilet.mehr...

Kultur

Ken Loach: I, Daniel BlakeDas tödliche System

Ken Loachs neuer Film „I, Daniel Blake“ beschreibt das Ergebnis jahrzehntelanger neoliberaler Zerstörung der sozialen Sicherungssysteme. Daniel Blake ist ein älterer Mann, der nach einem Herzinfarkt nicht arbeiten darf. Sozialhilfe kriegt er allerdings auch nicht. Die gesichtslose Mitarbeiterin einer privaten Gesundheitsdienstleistungsfirma sieht keinen Grund, weshalb Daniel nicht arbeiten könnte.mehr...

Gegen die Re-Essentialisierung von Ausdrucks- und ProtestformenComandante Brus Li isst Sushi
Ist es nur für Schwarze legitim, Dreadlocks zu tragen?

Kultur

Sind Dreadlocks bei Weissen kulturimperialistisch? Offenbart der Protest gegen die Prekarisierung in Europa bloss die Heuchelei der Protestierenden, die ihre Privilegien nicht reflektieren?mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Stephan RichterEiner von uns
Der österreichische Filmregissuer Stephan Richter.

„Einer von uns“ ist das zugleich spannende wie trostlose Porträt einer Gesellschaft, deren Mittelpunkt ein Supermarkt bildet. Da treffen schicke Endlosregale auf bittere Wegwerfbilder, die Wut der Verlierer auf die Langeweile ...mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Fede AlvarezDon’t Breathe

«Don’t Breathe» vom uruguayischen Filmregisseur und Drehbuchautor Fede Alvarez ist nichts für schwache Nerven und Asthmatiker sollten sich ihren Kinobesuch zweimal überlegen. Das Ergebnis setzt trotz einiger weniger Schnitzer neue Massstäbe und vereint die besten Elemente aus Horror und Thriller zu einer fesselnden Fusion der Filmkunst, deren realistische Note angsteinflössender ist, als so manch imaginärer Poltergeist.mehr...

Kultur

Material und VisionAlberto Giacometti und seine Werkstoffe
Alberto Giacometti in Venedig, 1962.

Er gehört zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts: Alberto Giacometti (Borgonovo/Bergell 1901-1966 Chur). Sein Ruhm ist unermesslich und unbestritten. Es ist kaum möglich, etwas Neues über ihn zu sagen, geschweige ...mehr...

Rezension zum Film von Jan Ole GersterOh Boy
Der deutsche Filmschauspieler Tom Schilling verkörpert in dem Film den ziellosen Berliner ExStudenten Niko.

Kultur

«Oh Boy» des deutschen Filmregisseurs Jan-Ole Gerster erzählt mit stimmungsvollen Schwarzweissbildern die unspektakuläre Geschichte eines jungen Mannes, der auf seiner Sinnsuche durch Berlin streift und den verschiedensten Menschen begegnet.mehr...

Kultur

Wie Big Data, Kunst und Pop in Südkorea miteinander vermählt werdenSchöpfen oder berechnen?

Songs, deren Melodien mithilfe algorithmischer Verfahren hergestellt werden. Operierte Gesichter und perfekt geshapte Körper.mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Fritz LangM – Eine Stadt sucht einen Mörder
Der deutsche Filmregisseur Fritz Lang bei den Aufnahmen des WeltraumFilms

Fritz Langs unverwüstlicher Klassiker M von 1931 ist nicht etwa nur die Studie eines Mörders, der sich scheinbar nicht kontrollieren kann und zum brutalen Mörder unschuldiger Kinder wird. Stattdessen ist es eine intensive Studie ...mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Helena Ahonen und Max AnderssonTito On Ice

Zwei Comiczeichner, eine Styropor-Mumie und Papierfiguren machen sich auf den gemeinsamen Weg durch das ehemalige Jugoslawien. Das ist eine inhaltlich wie visuell faszinierende De- und Rekonstruktion zwischen Alltag und Wahnsinn, zwischendurch aber auch etwas ziellos. Was Tito On Ice auszeichnet, ist aber nicht nur die De- und Rekonstruktion von Tito und Jugoslawien, sondern auch die visuelle Umsetzung hiervon.mehr...

Aufklärung als MassenbetrugPop, Kultur und Alltag
Die Kulturindustrie verspricht, was sich nicht hält.

Kultur

Unser Alltag gehört zur Moderne. Nicht dass Menschen in vormodernen Zeiten nicht auch schon ihren Alltag gehabt hätten: nur war das Alltägliche weitgehend religiös gestaltet, mit reichlich Phantasie durchsetzt, die gerade half, von dem abzusehen, was heute eher als das Alltägliche erscheint – die Wiederkehr des Trotts, die Tretmühle, die Job, Beziehung, Hobby, das Treibrad von Beruf und Freizeit meint. Der Alltag war ein Fest.mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Martti HeldeIn the Crosswind

„In the Crosswind“ der estnischen Regisseurin Martti Helde erzählt die bedrückende Geschichte einer baltischen Familie, die 1941 von Russland deportiert und getrennt wurde. Schon der nur über Briefausschnitte transportierte Inhalt ist bewegend, verstärkt wird dies noch durch eine kunstvolle Inszenierung von regungslosen Schwarz-Weiss-Rundfahrten.mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Florian GaagLenaLove

Mobbing unter Jugendlichen im Alter des Internets, das hätte leicht zu einer Moralstunde werden können, ist bei „LenaLove“ aber eine beunruhigende Mischung aus Jugenddrama und Psychothriller, das von einer engagierten Hauptdarstellerin und der audiovisuellen Umsetzung lebt.mehr...

Kultur

Die Ideologie des Herzens Proust, letzte Liebe
Marcel Proust, ca. 1894.

Mobbing unter Jugendlichen im Alter des Internets, das hätte leicht zu einer Moralstunde werden können, ist bei „LenaLove“ aber eine beunruhigende Mischung aus Jugenddrama und Psychothriller, das von einer engagierten Hauptdarstellerin und der audiovisuellen Umsetzung lebt.mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Burhan QurbaniWir sind jung. Wir sind stark.

Wer waren die Täter der Ausschreitungen 1992 in Rostock? Und was trieb sie an?mehr...

Kultur

Und der Po fliegtTwerk 2 Resist
Twerk 2 resistPopowackeln (Twerking) als Widerstandsform queerer Blackness.

Die Wieder-Entdeckung queerer Blackness durch Niv Acostas Performance ’Discotropic’. Eine Performance, die Science Fiction, Disco, Astrophysik, queere Körper und schwarze Erfahrungen vermischt. KWEEK. Der queere Zwischenruf. Es ...mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Doris DörrieGrüsse aus Fukushima

Es sind wunderbare, geradezu gespenstische Bilder, mit denen uns Doris Dörrie hier auf eine Reise in die Vergangenheit mitnimmt. Die Geschichte um Verluste und deren Aufbereitung ist jedoch weniger spannend, dafür ist „Grüsse aus Fukushima“ an vielen Stellen einfach zu plump und repetitiv. Sie hat genug von ihrem Leben daheim, Marie (Rosalie Thomass) will einfach nur weg. Weit weg. Warum also nicht nach Japan?mehr...

Kultur

Blick hinter das Idyll der EidgenossenschaftRezension zum Film «Heimatland»

Ein Land, zehn Filmemacher, viele Geschichten … ein Porträt? „Heimatland“ ist ein interessantes filmisches Experiment, welches eine Reihe von Jungregisseuren versammelt, um gemeinsam über das Ende der Schweiz zu sinnieren.mehr...

Kurd Adler. Zum 100. Todestag eines VergessenenZitterndes Glück
Nicolas Nova

Kultur

Kurd Adler schildert nicht vornehmlich die Welt der Schützengräben, sondern erzählt von einem Fühlen, einem tiefen poetischen Empfinden wider diese Welt. Stets schreibt er dabei nicht nur ums Überleben, sondern wirklich ums Leben. „Zitterndes Glück ahnt sich vorbei“, heisst es im Gedicht Verheissung. Das ist die Botschaft. Er, dem Untergang wohl immer nahe und dann auch von ihm verschlungen, er wollte nicht untergehen.mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Pablo TraperoEl Clan

’Wir hatten ja keine Ahnung!’, hört man es von Nachbarn gefasster Kidnapper und Mörder. Der Film «El Clan» von Pablo Trapero spielt mit dieser Unwissenheit und greift dabei auf seine realen Hintergründe zurück.mehr...

Rezension zum Antikriegsfilm von Michael CiminoDeer Hunter: Die durch die Hölle gehen
Infanterieeinheit der USArmee im Dschungel von Vietnam.

Kultur

Schon viel über «Deer Hunter» gelesen und gehört, aber nun kann ich endlich meinen eigenen Senf zum Werk von Michael Cimino dazugeben. Anfangs dachte ich, dass die Spieldauer von 182 Minuten bestimmt zu langatmig sein würde, aber das war nicht der Fall.mehr...

Kultur

Das Medium ist die Meta-WareHappy, Meta-Ware (I)

Das Fernsehprogramm, beispielsweise, verkauft nicht nur Waren und die eigene Hard- und Software, es verkauft Lebensweisen, nationale Identitäten, Organisation von Öffentlichkeit und Intimität.mehr...

Kultur

Rezension zum Film von Carolina HellsgardWanja
Landschaftspark DuisburgNord.

„Wanja“ stellt sich der interessanten Frage, wie ehemalige Häftlinge wieder den Weg ins Leben finden können. Antworten bietet das Drama nicht, dafür springt es zu sehr von Thema zu Thema, bleibt im Guten wie im Schlechten bis ...mehr...

Interview mit John Lydon (Johnny Rotten)„Leider wurde das Punk-Manifest ohne meine Zustimmung geschrieben“
John Lydon im Hammersmith Odean in London, 2008.

Kultur

John Lydon über die Vorteile des Alterns, Lampenfieber vor dem Konzertauftritt, Klischeebands und ihre Klischeefans, das Verbrennen von Sex-Pistols-Souvenirs und die Weltpolitik. Sänger Johnny Rotten ist jetzt wieder unter seinem bürgerlichen Namen John Lydon bekannter und seit 2009 wieder sehr aktiv mit seiner zweiten Band Public Image Ltd (kurz: PiL).mehr...

Quellen-URL:

http://www.untergrund-blättle.ch/kultur/

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