Politik

Ein neuer Staat für Afrika

Die zukünftigen Bürger eines neuen Staates eint keine gemeinsame Sprache, auch keine gemeinsame Religion und zuvor wurden sie nicht als "südsudanesisches Volk" bezeichnet (von sich selber oder von anderen), sondern als Dinka, Nuer, Schilluk, Azande, Acholi usw. mehr...

Abweichende Argumente zur Klimapolitik

Die kritischen Anwälte des Weltklimas stellen erneut ein "Scheitern" fest, diesmal ein besonders gründliches. Ihre Enttäuschung hindert sie aber nicht, neue Hoffnungen auf die nächste Konferenz zu setzen. Alle Enttäuschung führt eben doch nicht zum Abschied von der Täuschung: zur Preisgabe des Glaubens, Weltverbesserung wäre eine Staatsaufgabe, die von den Verantwortlichen bloss immer nicht erledigt wird.mehr...

Was ist Frontex?

Frontex ist die Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Aussengrenzen und ist dafür zuständig die so genannte illegale oder nicht regulierte Migration zu unterbinden. Das macht sie mit militärischen Mitteln. Ausgerüstet mit Schnellbooten, Hubschraubern und Wärmebildkameras wird die Flucht vor Krieg, Verfolgung und Hunger rücksichtslos bekämpft. mehr...

"Islamisten sind faktisch rechtsradikal"

Die antifaschistische Kritik des Islamismus geht dabei über eine – ebenfalls notwendige – pauschale Kritik aller Religionen hinaus. Sei es Christentum, Buddhismus oder eben der Islam: Denn deren "einfacher" Glaube ist zwar Irrsinn und steht wirklicher Emanzipation im Weg. Aber solange Menschen damit nur ihr eigenes Leben einschränken und andere Vorstellungen zulassen, stellen sich einer Linken heute grössere Probleme.mehr...

Staatliche Kontrolle und proletarische Reproduktion

Seit seinen Anfängen hatte der Wohlfahrtsstaat auch immer eine Kontrollfunktion. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es nicht nur darum, unzufriedene und aufrührerische Arbeiter durch Zugeständnisse stillzuhalten, sie sollten auch durch eine zentralisierte Organisation ihrer Reproduktion in den Staat eingebunden und somit besser kontrollierbar werden. mehr...

Überlegungen zur Krise der radikalen Linken

Die grosse Bewegung gegen den Irakkrieg ist zwar nach kurzer Zeit wieder eingeschlafen, aber die Euphorie und die begonnene Politisierung hielt bei vielen jungen Leuten an. Viele hatten inzwischen die Anti-Globalisierungsbewegung wahrgenommen und manche wurden Teil von ihr. mehr...

Lula geht – das System bleibt

Soviel steht fest: Der nächste Präsident Brasiliens wird nicht mehr Luiz Inácio Lula da Silva heissen. Aber wohl nur, weil die Verfassung eine erneute Wiederwahl verbietet. Auch zum Ende seiner zweiten Amtszeit ist die Zustimmung der BrasilianerInnen zu Präsident Lula enorm hoch. Somit spricht vieles dafür, dass die achtjährige Regierungszeit Lulas das Fundament für einen neuen politischen Konsens in Brasilien gelegt hat.mehr...

Gespensterjagd - Zur Ideengeschichte des Antikommunismus

"Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen diese Gespenst verbündet", schrieben Marx und Engels im Kommunistischen Manifest — und das ist im Gegensatz zu anderen Behauptungen in dieser Schrift eine ziemlich wahre Aussage. mehr...

US-Militärbasen in Kolumbien

Überall auf der Welt führen die USA Angriffskriege unter dem Deckmantel des "Krieges gegen den Terror". In Ländern wie dem Irak und Somalia sind die angeblichen "Terroristen" Islamisten. In Lateinamerika werden die angeblichen "Terroristen" als "Narco-Terroristen" bezeichnet und der "Krieg gegen den Terror" als Teil des "Krieges gegen Drogen."mehr...

Ölpest in Nigeria

Was sich im Golf von Mexiko vor der Küste der USA zugetragen hat, ist für die Bevölkerung im Nigerdelta seit 50 Jahren Alltag. Über 2000 Öllecks sind sichtbar, jeden Tag kommt eine neue Leckage hinzu. Der jüngste grössere Unfall stammt vom 1. Mai: Eine Pipeline des Erdölkonzerns Exxon Mobile barst.mehr...

Je mehr Gewalt, desto weniger Revolte!

Was in Athen im Sommer 2010 passiert ist, ist ein Einschnitt, ein Schritt zu weit, über den jede/r von uns AnarchistInnen nachdenken sollte, gerade weil dieser Schritt im Zusammenhang mit der anarchistischen Bewegung gegen die Repressionsgewalt von Staat und Polizei eine Bedeutung für die gesamte globalisierungskritische Bewegung hat. mehr...

Aufstieg und Niedergang des anarchistischen Syndikalismus
in Spanien

Die Entwicklung des Anarchismus in Spanien begann im Jahr 1868, als der Gesandte Bakunins, der Italiener Giuseppe Fanelli, nach Spanien kam, um dort von der Gründung der Internationalen Arbeiter Assoziation (IAA) zu berichten. Die Zentren des Anarchismus waren das agrarische Andalusien im Süden und Katalonien im Nordosten. mehr...

Russland und seine Macht

Zweifellos befindet sich Russland nicht mehr in derselben geschwächten Situation wie in den 1990er Jahren. Damals verlor Russland die meisten seiner ehemaligen Satellitenstaaten und erlebte nach 1989 auch im Inneren eine Periode der unkontrollierten Mafiapolitik unter der Jelzin-Regierung. Der russische Staat war damals gezwungen, die Aussenpolitik wieder unter eine einheitliche Disziplin des Staates zu bringen. mehr...

Tatort Kurdistan

Der Krieg in Kurdistan wird international geführt und ist näher an uns dran, als viele glauben mögen. Während in der Region Kurdistan seit Jahrzehnten Widerstand geleistet wird, ziehen Unternehmen und die Regierung in Form von Rüstungsexporten oder der Finanzierung und dem Bau von Staudämmen nahezu unbehelligt ihre Profite aus diesem Krieg. mehr...

Widerstand in Südafrika

Die Reichen töten unsere Welt. Die Reichen in der Wirtschaft, in den Regierungen und in der Zivilgesellschaft zerstören unsere Welt. Sie zerstören unsere Welt mit einem "Top-Down-System" und indem sie Geld mehr Bedeutung geben als den Menschen. Seit 2005 leisten wir als Abahlali baseMjondolo (Bewegung der HüttenbewohnerInnen) Widerstand. Wir kämpfen für Gleichheit und Würde. Wir kämpfen dafür, dass der Mensch im Mittelpunkt steht. mehr...

Kritik am Anarchismus

Hier soll es um theoretische Fehler gehen. Deswegen finden sich hier - der Sache angemessen - recht wenig freundliche Bemerkungen. Auch wird hier bewusst ignoriert, dass auch schon AnarchistInnen und insbesondere anarchistischen TheoretikerInnen einiges aufgefallen ist, von dem, was ich hier kritisiere. mehr...

RAF - Etwas zur aktuellen Situation

Seit nunmehr drei Jahren spekulieren Staatsschützer und Medien darüber, wer im Einzelnen vor mehr als dreissig Jahren die Schüsse auf Siegfried Buback und Hanns Martin Schleyer abgegeben hat. Ermittlungsbehörden bemühen sich, weitere RAF-Aktionen nach Indizien zur Täterschaft abzuklopfen. Kaum haben die letzten Gefangenen aus der RAF den Knast hinter sich gelassen, sehen sich die einen mit neuen Verfahren konfrontiert.mehr...

Die Schweiz und die Sklaverei

Die Schweiz hat von Geschäftsbeziehungen mit dem nationalsozialistischen Deutschland und mit dem südafrikanischen Apartheidregime profitiert. Entsprechende Untersuchungen haben in den letzten zehn Jahren das freundliche Selbstbild einer neutralen und nicht an Menschenrechtsverbrechen beteiligten Schweiz stark in Frage gestellt. mehr...

Haiti: Der weisse Fluch

Haiti war das erste Land, in dem die Sklaverei abgeschafft wurde. Allerdings schreiben die bekanntesten Enzyklopädien und die meisten Lehrtexte England diese historische Ehre zu. Es stimmt, dass das Weltreich, das zuvor Weltmeister im Sklavenhandel war, eines Tages die Meinung änderte; doch die Abschaffung durch die Briten geschah 1807.mehr...

Die Machno - Bewegung

In der offiziellen Geschichtsschreibung wird jeder Versuch den Anarchismus zu leben, jede anarchistische Revolution konsequent verleugnet, offiziell existiert diese anarchistische Praxis nicht. Jedoch gibt es in fast jedem Land eine verschüttete anarchistische Geschichte, mehr oder weniger erfolgreich, mehr oder weniger interessant. mehr...

Der kommende Aufstand

Aus welcher Sicht man sie auch betrachtet, die Gegenwart ist ohne Ausweg. Das ist nicht die geringste ihrer Tugenden. Denjenigen, die unbedingt hoffen möchten, raubt sie jeden Halt. Diejenigen, die vorgeben Lösungen zu haben, werden sofort entkräftet.mehr...

Ohne Herrschaft ginge vieles nicht

Eine Gesellschaft "Freier Menschen in Freien Vereinbarungen" ist eine konkrete Utopie, deren genaue Form nicht abgeschätzt werden kann. Zu gross ist der Unterschied zu den herrschaftsförmigen Gesellschaften der Gegenwart und Vergangenheit - und damit zu schwierig die Vorhersagbarkeit des individuellen und sozialen Verhaltens von Menschen ohne

Zwangsverhältnisse.mehr...

Grüne Anarchie

Diese Einführung ist weder als "Bestimmung der Prinzipien" für eine anarchistische "Bewegung" noch als antizivilisatorisches Manifest gedacht. Es ist ein Blick auf einige grundsätzliche Ideen und Begriffe, die das Kollektiv und andere Leute, die sich mit der grünen Anarchie identifizieren, miteinander teile.mehr...

Arbeiterkämpfe in der Schweiz 1945-73

Nach dem Kriegsende hat in der Schweiz eine gewaltige Wiederaufnahme der Arbeiterkämpfe stattgefunden. Erreicht hatte der Krieg nur, dass die Kraft der Arbeiter vorübergehend zurückgedrängt wurde: die Reallöhne waren gesunken, die Arbeitszeit war verlängert worden und die Arbeitshetze immens gestiegen. Ein Rückblick über die Arbeiterbewegung im letzten Jahrhundert.mehr...

Der ganz andere 11. September

Die Zahl der Todesopfer, die dem Terroranschlag Washingtons in Chile zum Opfer fielen, konnte bis heute nicht exakt ermittelt werden. Sie schwankt zwischen 5000 und 30'000. 20'000 Chilenen entkamen dem Tod nur, weil sie ins Ausland flohen, wie die heutige Präsidentin Bachelet.mehr...

Die Intervention in den Sudan

Bei den Diskussionen, die in westlichen Ländern zum Thema "Sudan" geführt werden, wird nicht verhandelt, ob es die Aufgabe dieser Länder sei, für Ordnung im Sudan zu sorgen. Das ist eine ganz selbstverständliche Prämisse, von der alle Diskussionsteilnehmer ausgehen. Dagegen wird ganz kontrovers diskutiert, wer mit wie vielen Truppen dabei sein darf.mehr...

Soziale Wende statt Klimawandel

Der Klimawandel ist in vollem Gange. Er ist menschengemacht, sein Ort ist nicht der schmelzende Gletscher, sondern die kapitalistische Warenproduktion. Der Klimawandel zieht bereits heute gravierende Veränderungen der globalen Ökosysteme und damit auch fundamentale Umwälzungen der menschlichen Lebensbedingungen nach sich.mehr...

Wer ist Marco Camenisch

Marco Camenisch wird am 21. Januar 1952 in der Schweiz, in Schiers, einem Dorf in den Rhätischen Alpen im Kanton Graubünden, geboren. Er begann sein politisches Engagement mit der Unterstützung kämpfender Gefangener und ab 1978 schloss er sich dem Kampf gegen Atomkraftwerke an.mehr...