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Ich bin Che! | Untergrund-Blättle

Datum

15. März 1997, 00:00 Uhr

Archiv

Briefpost Ich bin Che!

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Mehr müsst ihr von meiner Person gar nicht wissen. Es schweben mir eine Reihe von Artikeln oder auch Geschichten vor, die vielleicht ab dem nächsten Heft erscheinen werden.

15. März 1997

15. Mär. 1997

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Alle Artikel sollen stets dem Willen und der Ideologie der anti­faschistischen und der kommunistischen Wahrheit unterworfen sein.

Es sollen jedoch keine "Erschiesst-die-Fascho-Artikel" werden; vielmehr sollen die Leserinnen dieser Zeitung, ihre eigene Ideologie verstärken, überdenken und neue Gedankengänge und Wahrheiten in ihre Überzeugung aufnehmen.

Das Ziel soll auch sein, ihnen mitzuteilen, was die Grundlage unserer Überzeugung ist. (Wenn auch in eine Geschichte gepackt oder als Märchen verkleidet.) Viele von ihnen werden schon vieles wissen und gefestigt sein in ihren Überzeugungen, doch kann ich mir gut vorstellen, dass es darunter welche gibt, die gerne an das alte Gedankengut erinnert werden.

Für solche, die noch nie einen Marx, einen Engels oder ein Tagebuch Ernesto Che Guevaras in den Händen gehalten haben, ist es allerhöchste zeit, sich zu informieren!!!

Palästinensertücher und rote Socken

Wie viel schlagkräftiger können gut organisierte und ideologisch fundierte Massnahmen und Aktionen sein! Die Enttarnung von schlecht informierten "Demonstrations-Prüglern", die vor der Demo keinerlei Beziehung zum linken Lager hatten, hat zwar zur Folge, dass weniger Individuen sich "Linke" nennen, doch ist dafür der harte Kern noch dichter und entschlossener. Die Verwässerung der Ideologie kann so vermindert werden.

Es ist erschreckend, wie wenig manche "Linksradikale" über ihre Ziele wissen. Sogenannte "rote WG's" verstauben haufenweise zu mundtoten "Duftkerzen WG's", erfreuen sich an den "Ärzten" diesen Pseudo-Anarchisten und denken die sozialistische gute Tat sei erfüllt, wenn sie den Müll trennen. Weg sind die revolutionären Gedanken früherer Zeit.

Alle sind sie einer Meinung. Sie sind gegen Nazis und gegen Atomkraft, ja und gegen Tierversuche auch, nicht zu vergessen gegen die Abholzung des Amazonas und natürlich auch gegen das Ozonloch, dieser Sausiech. Was bitte hat das mit der Linken zu tun? Das heisst doch noch lange nicht, dass sich diese Menschen über die sozialistische Zukunft und deren Ideale im Klaren sind.

Es gilt nicht die Form zu kopieren

Es ist mir jeder Geschäftsmann in Anzug und Krawatte lieber, der versucht in seiner Firma den sozialen Gedanken zu fördern, als ein potentieller Denunziant im kragenlosen Jutenhemd, der von Marx nur weiss, dass er einen Bart hatte.

Natürlich habe ich nichts gegen Meditation, Vegetarierinnen, VeganerInnen, Drogen und Juteprodukte, doch das ist nicht mein Interessefeld, ausserdem ist es mir scheissegal, wer was in seiner/ihrer Freizeit treibt.

Mich persönlich interessiert nur der sozialistische Fortschritt.

Wenn dies nicht ohne die Vernichtung der Rechten geht, dann tut's mir für sie sehr leid. Manche sagen auch, dass Deutschland sterben muss, damit wir leben können. (Mag wohl stimmen.)

Ich werde mich ausschliesslich über politische Themen äussern, oder eben über Umwege erzählerischer Natur über die Grundproblematik, wie ich sie verstehe. Ist es unser Ziel, soziale Fortschritte für das Proletariat zu erkämpfen oder sollen doch lieber die Meerschweinchen, an die Macht?

Also Schluss mit dem Rot-Grün-Duftkerzen-Vegi-Müsli-Mix

Rot ist rot und grün ist grün. Wenn rot auch grün ist, so soll das für das Individuum stimmen, doch kann das nicht Bedingung für den puristischen sozialistischen Gedanken sein.

Wenn mensch unbedingt zu einer Gruppe gehören will, kann mensch auch einem Sportverein oder den Pfadfindern beitreten; also bitte: Wenn ich von Links spreche dann meine ich immer und ausschliesslich ROT. JedeR von uns, kann sich auf dem Gebiet der sozialistischen Praxis weiterbilden.

Che