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Kunst im öffentlichen Raum | Untergrund-Blättle

Kunst im öffentlichen Raum

Es ist ziemlich klar, was gemeint ist, wenn wir in Halle von Theater sprechen: Kulturinsel, Opernhaus, Thalia Theater - vielleicht noch ein paar freie Theater- Alles in Allem überschaubar und man weiss worüber man redet. Geht es in Gesprächen um Kunst, fällt das schon schwerer- sicher- es gibt die Kunsthochschule, auch ein paar Galerien tauchen immer mal wieder auf im Gespräch- und dann ist ja da noch die staatliche Galerie. Neben den Galerien wird es schon schwammiger- ein paar der ehemaligen Wilden machen noch ihr Ding- TATARIN und Künstlergruppe West gibts wohl nicht mehr. Schade eigentlich- die hatten immerhin für Aufsehen auch jenseits der Galerien gesorgt. Aktionen und Performances im öffentlichen raum, vergoldete Polizeiämter und Wünsch-dir-was-container auf dem Marktplatz. Dazu das Freiwild-Festival, das alle Plätze und Gebäude subversiv durchsetzte. Vorbei vorbei die zeit... Heute ist Kunst im öffentlichen Raum etwas braver geworden. Eine Kunststudentin beschwert sich lautstark darüber, dass ihre ungefragt ins Strassenbild gepflanzten biederen Gipsplastiken das Opfer nächtlicher Vandalen wird- und schliesslich sammelt die Bürgerstiftung Geld, damit die buckligen Frauen für alle Zeit diesen Platz in Bronze in Beschlag nehmen. ´Ja ja- das is doch Kunst!´ Die Passanten machen sich nicht die Mühe , näher zu diskutieren, was denn da für Kunst im öffentlichen Raum plötzlich auftaucht. Spannender wird dann schon die Auseinandersetzung über Grafiti und street art, deren ästhetische und tiefgründige Natur selbst den letzten Kunstverächter staunen lässt - oder so ähnlich... kaum ein Begriff in der kulturellen Realität unserer Stadt ist vielfältiger belegt als der hier: ´Kunst im öffentlichen Raum´ Jetzt soll im Rahmen einer schönen - Fast-schon- Tradition in der zeitgenössischen Kunst - dem Künstlerinnen und Künstlergespräch nämlich - erörtert werden, was das denn sein könne : Kunst im öffentlichen Raum. Stadtgespräche heisst diese Auseinandersetzung- vielleicht in Anlehnung an die gleichnamigen Aktionen der Künstlergruppe TATARIN vor 7 Jahren. Michael Nicolai von Radio Corax sprach mit einer der Organisatorinnen Frau Prof. Uhlig.

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Autor: Tagesaktuelle Redaktion Corax
Radio: corax
Datum: 18.01.2008

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