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Wohnungsnot und steigende Mieten: Wohnung als Ware | Untergrund-Blättle

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Wohnungsnot und steigende Mieten: Wohnung als Ware

Wohnen wird immer teurer und frisst einen immer grösseren Teil der Arbeitseinkommen auf. Dagegen regt sich Protest. Im Rahmen eines Aktionstages bundesweiter Mieterinitiativen gingen Tausende von betroffenen Bürgern unter dem Motto “Mietenwahnsinn stoppen“ gegen steigende Mieten und Wohnungsnot auf die Strasse. Immobilienhaie und üble Spekulanten seien schuld. Aber ist es nicht so, dass die angeblich ungehörige Macht der Grundeigentümer ihr Recht ist, das der Staat garantiert, und zwar mit seiner Gewalt. Er lässt seine Vollzugsgewalten bei Bedarf auch Zwangsräumungen durchführen, wenn ein Mieter mangels ausreichenden Einkommens das marktwirtschaftliche Grundprinzip verletzt, dass ohne Geld keine Ware, also auch nicht das Dach über dem Kopf zu haben ist. Dagegen muss dann schon vorgegangen werden! Wenn die Miete so hoch ist, dass Lohn, Gehalt oder Sozialbezüge nicht mehr für den Lebensunterhalt ausreichen, greift der Staat im Interesse der beiden berechtigten Verwertungsinteressen der Eigentümer-Fraktionen (Grundeigentümer und Kapitalisten) mit seiner Wohnungspolitik ein. Das trägt auch zum „sozialen Frieden“ bei, weil sonst Arbeitnehmer glatt auf die Idee verfallen könnten, höhere Löhne zu fordern und womöglich gar durchzusetzen! So sorgt die staatliche Miet- und Wohnungspolitik dafür, dass auch an den teureren Geschäftsstandorten des Landes genug Lohnarbeiter mit einem Dach über dem Kopf für den rentablen Einsatz im kapitalistischen Geschäftsgang zur Verfügung stehen. Und mit Mietrecht und Mietspiegeln wird staatlicherseits das Gewinnemachen der Immobilienwirtschaft in geordnete Bahnen gelenkt, damit die ihren Reibach machen und dennoch das arbeitende Volk weiterhin irgendwie und irgendwo hausen kann.

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Autor: GegenStandpunkt
Radio: frs
Datum: 05.02.2013

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