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Parlamentswahlen in Frankreich: Letztendlich doch eine komfortable absolute Mehrheit für Macron in Sicht

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich war ein Erdbeben für die Parteienlandschaft, wenn auch ein angekündigtes Erdbeben. Kein Kandidat der beiden üblichen Regierungsparteien schaffte es auch nur in die Stichwahl. Gewählt wurde der politische Neuling Emmanuel Macron mit einer überwältigenden Mehrheit - der abgegebenen Stimmen wohlgemerkt -. Das aber vor allem deswegen, weil die Alternative in der Stichwahl die rechtsextreme Kandidatin Marine Le Pen war. An den kommenden zwei Wochenenden stehen nun die Parlamentswahlen in Frankreich an. Sie entscheiden darüber, ob der Präsident eine parlamentarische Mehrheit für sein politisches Projekt bekommt. Fünf politische Bewegungen stehen hier im Fokus. Die Sozialisten und die konservativen Républicains, die bislang jeweils die Mehrheit und die grösste Opposition im Parlament bildeten und zusammen rund 80 Prozent der Abgeordneten ausmachten. Dann natürlich die KandidatInnen, die von Macrons Bewegung En marche unterstützt werden. Ausserdem noch der Front National, der bei der Präsidentschaftswahl Rekordergebnisse erzielt hat. Und schliesslich die linke Bewegung La France Insoumise von Jean-Luc Mélenchon, die bei der Präsidentschaftswahl ebenfalls Rekordergebnisse erzielt hat, aber trotzdem knapp hinter den Rechtsextremen und Konservativen landete. Über die Veränderungen, die von diesen Parlamentswahlen zu erwarten sind, sprach Matthieu mit Bernard Schmid, dem Frankreich-Korrespondenten von Radio Dreyeckland.

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Autor: Matthieu, Bernard Schmid


Radio: RDL
Datum: 07.06.2017

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