Wirtschaft
Nahrungsmittelspekulation auf die feine englische Art
Spekulation mit dem Wichtigsten auf Kosten der Ärmsten zugunsten der Reichsten: Die britische Grossbank Barclays ist der schnellstwachsende Nahrungsmittelspekulant der Welt. Er treibt die Nahrungsmittelpreise weltweit auf Kosten der Ärmsten in die Höhe. mehr...
Der Bau des Belo-Monte-Staudamm im Amazonasgebiet
Minen und Dämme auf Kosten von Mensch und Umwelt: Vale ist der zweitgrösste Konzern Brasiliens und weltweit der zweitgrösste Minenkonzern und grösste Eisenerzhersteller. Nun baut das Unternehmen mitten im Amazonasgebiet den Belo-Monte-Staudamm. 40'000 Menschen werden zwangsumgesiedelt.mehr...
Wohlstand – Lebensqualität – Glück – Zufriedenheit – Konsum – Wachstum: das sind die Themenbereiche, um die es sich bei dem am Wirtschaftsforum Cochem-Zell gehaltenen Referat von Prof. Dr. Miegel drehen sollte, wobei er sich auf seine Buchveröffentlichung "Wohlstand ohne Wachstum" bezog. mehr...
Samsung - Hightech-Geräte auf dem Buckel von Arbeitern
Südkoreas reichster Mischkonzern setzt in seinen Fabriken teils verbotene, hochgiftige Stoffe ein, ohne die Arbeiter zu informieren und zu schützen. Mindestens 140 Arbeiter sind deshalb an Krebs erkrankt, mindestens 50 junge Arbeiter daran gestorben. Samsung streitet trotz klarer Beweislage seine Verantwortung ab und diskreditiert die Erkrankten und Verstorbenen samt ihrer Angehöriger öffentlich.mehr...
China verkündet stolz, dass in seinen Kliniken etwa 10'000 Organtransplantationen pro Jahr vorgenommen werden. In China gibt es wegen kulturell bedingter Vorbehalte jedoch kaum freiwillige Organspenden aus der Bevölkerung. Woher stammen also die transplantierten Organe? mehr...
Was bei Kreditaufnahme und -vergabe alles schiefgehen kann, dafür ist Ungarn ein Lehrstück. In der modernen Nationalökonomie ist Kredit die Wunderwaffe der Marktwirtschaft.
Keynesianer sind sich darin einig, dass es eine ideale Massnahme ist, Nachfrage zu "stimulieren", Märkte zu beleben und Wachstum hervorzurufen. mehr...
Die Entfesselung der Finanzmärkte wird als der schlechthinnige Sündenfall gebrandmarkt, der die aktuelle Krise ausgelöst haben soll. Keinesfalls jedoch ist die "übertriebene" Spekulation die Ursache für die ökonomischen und sozialen Verwerfungen der letzten Jahrzehnte, und sie trägt auch nicht die Schuld an dem aktuellen Krisenschub, der immer bedrohlichere Dimensionen annimmt.mehr...
Kritik der Freiwirtschaftslehre
Silvio Gesell war einer der wenigen Theoretiker des Anarchismus, der sich mit ökonomischen Fragen beschäftigt hat. Er war eine Art Vorbild von Keynes, der sich explizit auf ihn bezogen hat. Heute, angesichts der Finanzkrise, besinnen sich viele Leute wieder auf ihn. Grund genug, ihm eine kritische Würdigung angedeihen zu lassen.
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Notizen zur Solidarischen Ökonomie
Der Begriff der Solidarischen Ökonomie ist wie ein Magnet. Menschen mit den unterschiedlichsten Positionen und Zugängen kommen hier zusammen, um miteinander über Alternativen zu einem lange Zeit als alternativlos geltenden neoliberal geprägten Kapitalismus zu diskutieren. Wir haben das "Ende der Geschichte", wie es Francis Fukuyama prophezeite, noch nicht erreicht, lautet die Botschaft. mehr...
Glencore - der unbekannte Riese
Höchst undurchsichtig ist Glencore nicht nur, weil die von ihr in Kolumbien abgebaute Kohle dunkle Staubwolken verursacht, sondern weil sie in ihre Geschäftspraxis kaum Einblicke gewährt. Glencore (Global Energy Commodity Ressources) ist ein unbekannter Riese der schweizerischen Wirtschaft.mehr...
Von der Utopie in die Realität
Die Finanzbranche ist das Rückgrat des Weltwirtschaftssystems. Im Zuge des Deregulierungswahns der letzten zwei Jahrzehnte ist sie ausser Rand und Band geraten und musste sich den Vorwurf gefallen lassen zum Casino verkommen zu sein – durchaus berechtigt bei hochriskanten und komplexen Spekulationsgeschäften mit Hebelwirkung. mehr...
Der Sensemann der Landwirtschaft
Der weltgrösste Agrochemie-Produzent Syngenta mit Sitz in der Schweiz vertreibt zahlreiche hochgiftige Produkte, die Mensch und Umwelt schädigen. Tausende von Bauern – die meisten davon im armen Süden – sind bereits beim Einsatz der Produkte gestorben, abertausende trugen schwere Vergiftungen davon.mehr...
Die Verschleierungstaktik des Stromversorger Axpo
Der Schweizer Stromversorger Axpo bezieht Uran aus der russischen Wiederaufbereitungsanlage Majak und hat diese Praxis jahrelang verschleiert. Majak gilt neben Tschernobyl als verstrahltester Ort der Welt. Radioaktive Abwässer werden direkt in den Fluss geleitet oder lagern unter freiem Himmel. Die Bevölkerung leidet unter überdurchschnittlichen Krebsraten und Fehlgeburten. Viele Kinder haben schwerste Behinderungen.mehr...
Die Ostexpansion der österreichischen Banken
Die österreichischen Banken haben sich mit den Fremdwährungskrediten nach der Wende in den neuen EU-Ländern ein lukratives Geschäftsfeld erschlossen. Sie waren jahrzehntelang Nullnummern im internationalen Kreditwesen, mit ein paar schwachbrüstigen Filialen im angrenzenden Ausland.mehr...
Zur politischen Ökonomie von Kopie und Kopierschutz
Warum gibt es einen Kopierschutz? Was schützt er vor wem? Schlichte Fragen, deren spontane Antworten auf die vorherrschende Denkform in der Warengesellschaft verweisen: Das "geistige Eigentum" müsse nun einmal vor Diebstahl geschützt werden, denn ein jeder schliesse auch seine Haustür ab, damit der Fernseher nicht weggetragen werde.mehr...
25 Prozent Steuern auf Börsengewinnen
Österreich schöpft ein Viertel der Kursgewinne mit Aktien als Steuer ab. Nach dem Motto: Kapital statt Arbeit besteuern. In der Schweiz wurde diese Neuigkeit weitgehend unterdrückt: Trotz heftigem Widerstand der Banken ist die Steuer auf realisierten Kursgewinnen in unserem Nachbarland in Kraft.
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Es wird Zeit, dass wir uns mit einem weiteren Kraftfeld beschäftigen, das den »grossen Zyklus« wesentlich mitbestimmte – dem sogenannten technischen Fortschritt. Mit seinen technologischen und arbeitsorganisatorischen Umwälzungen entsprach er einerseits den neuen Mentalitäten und schuf durch seine »Freisetzungseffekte« andererseits die materiellen Voraussetzungen für eine über die Konjunkturschwankungen hinausreichende strukturelle Unterbeschäftigung.mehr...
Bangladesh - Nähstube der Welt
Die Bekleidungsindustrie in Bangladesh ist der grösste industrielle Sektor des stark landwirtschaftlich ausgerichteten Landes. Dabei handelt es sich um eine relativ junge, boomende Branche. 1947 erlangten Pakistan und Indien die Unabhängigkeit von der britischen Kolonialmacht. Das Gebiet des heutigen Bangladesch gehörte bis 1971 zu Pakistan. mehr...
10 Jahre Profite, 10 Jahre Armut und Tod
Das technologische Wunder der gentechnisch veränderten Baumwolle in Indien ist ausgeblieben. Im Gegenteil, ein wahres Desaster hat seit mindestens zehn Jahren eingesetzt. 2002 gestatteten die Behörden in Indien das Anpflanzen von gentechnisch verändertem Baumwollsaatgut, um gegen den Baumwollkapselwurm resistent zu sein.mehr...
David Graeber hat das letzte Jahrzehnt damit verbracht die Linie zwischen Akademiker und Aktivisten zu übertreten. Während viele Wissenschaftler sich selbst als "Radikale" sehen, ist der Professor für Anthropologie ein aktiver Teilnehmer in anarchistischen und antiautoritären Gruppen und Organisationen.mehr...
Will das Kapital die Löhne immer nur senken?
Das Kapital ist, oberflächlich gesagt, eine Art und Weise zu wirtschaften, in der Geld ausgegeben wird, um damit Prozesse in die Wege zu leiten, die zum Ziel, eine vergrösserte Menge Geld haben. In unseren und anderen von Marx inspirierten Texten ist häufig zu lesen, dass der Lohn für das Kapital gar nicht niedrig genug sein kann, weil der Lohn ein Abzug vom Gewinn sei. mehr...
Ziel des neoliberalen Projekts ist es, die "Dritte Welt" in die Erste zu tragen und ein globales Feudalsystem zu errichten. Überschuldete Haushalte sind kein Zufall. Sie entsprechen der Logik des Systems und werden inszeniert. Denn nicht solvente, sondern zahlungsunfähige Schuldner verhalten sich gefügig gegenüber den Wünschen der Gläubiger. mehr...
Chinas System der zynischen Herrschaft
Zu Anfang der prokapitalistischen Wende priesen viele frustrierte Ex-MaoistInnen oder ihre langjährigen SympathisantInnen den neuen Kurs fast euphorisch als Orientierung "an den Bedürfnissen der Bevölkerung" und politische Abkehr vom Stalinismus Maos. Dann brachte Tienanmen 1989, das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking, den Wunsch nach Bruch mit den diktatorischen Strukturen der politischen Herrschaft zum Ausdruck. mehr...
Die Politiker tun empört, um gleichzeitig fiebrig das System zu stabilisieren. Was ist neu an der Finanzkrise? Die Überakkumulation von Kapital und Waren ist der kapitalistischen Produktionsweise ja inhärent. Der Crash verläuft ähnlich den Crashs aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Aber heute auf der oberen Stufe des babylonischen Turmes.mehr...
Schwere Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen in Zulieferbetrieben von Walt Disney trüben das unbeschwerte Bild, das uns der Unterhaltungsriese mit seinen Filmen und Figuren normalerweise zu vermitteln versucht. Der Konzern gibt die Namen seiner Zulieferer in China nicht öffentlich bekannt.mehr...
Mit der freien Marktwirtschaft geht ja die psychologische Kriegsführung Hand in Hand. Die Konkurrenten sind "Feinde" und schenken einander nichts und damit auch nicht ihren Angestellten. Darin sah ich die Gewalt der Wirtschaft. Dieser Eindruck war vielmehr eine Sache des Gefühls aber nicht eine Sache der Informationen, obwohl diese vorhanden sind, sind sie aber aus dem grossen Zusammenhang herausgerissen.mehr...
Die Schweizer-Banken sind einige der wenigen Unternehmen, die auch in der kapitalistischen Krise noch Rekordgewinne verzeichnen können. Da liegt doch der Schluss nahe, dass das Geld, welches überall fehlt, vielleicht dort gelandet ist. Dies ist nun eine grobe Vereinfachung aber entspricht im Endeffekt der Tatsache.mehr...
China und die USA in der Weltwirtschaft
Wenn es um gute Nachrichten für die Weltwirtschaft geht, werden immer nur zwei Länder genannt: die USA und China. Über die Natur des aktuellen US-Wachstums lässt sich kaum streiten: es ist schuldenfinanziert - sowohl auf Seiten der privaten Nachfrage, wie auch auf Seiten der gestiegenen staatlichen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen. mehr...
In den 1970er Jahren gab es eine Kampagne, gemäss der die Wirtschaftskrise ein Auswuchs der Erdölknappheit gewesen sei. Anschliessend wurde uns zu Beginn der 80er Jahre von den Reaganomics versprochen, dass die Krise nun durchgestanden sei. Seit 30 Jahren, d.h. seit Beginn des erneuten Ausbruchs der historischen Krise, konnten wir niemals einer derart tiefgreifenden ideologischen Kampagne beiwohnen.mehr...



