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Sachliteratur | Untergrund-Blättle

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Sachliteratur

Nick Srnicek: Plattform-KapitalismusIn der Datenfabrik

Atrium im Hauptsitz von Airbnb in San Francisco.

Nick Srnicek ist Dozent am Londoner King’s College, wo er sich mit Fragen der digitalen Ökonomie befasst. Das 2017 erschienene und nun ins Deutsche übersetzte „Plattform-Kapitalismus“ stellt eine Art „Entstehungsgeschichte“ der digitalen Ökonomie dar und ergänzt damit frühere Werke des Autors, die vor allem die mögliche Überwindung des Kapitalismus in den Blick nehmen.mehr...

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Helen Hester: XenofeminismWider die Natur

Meganlorraine

Laboria Cuboniks ist ein feministisches Projekt, das sich in Zeiten von Smart Objects, biometrischer Körpervermessung und digitalen Haushaltshelfern nach neuen Optionen für den Feminismus umsieht. ...mehr...

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Felix Denschlag: VergangenheitsverhältnisseGeschichte und Erfahrung

Mit Benjamin im Rücken legt das Buch eine längst überfällige Kritik am Paradigma des kollektiven Gedächtnisses vor. Ausgangspunkt von Felix Denschlags Dissertation „Vergangenheitsverhältnisse“ bilden die theoriepolitischen Schwierigkeiten, welche dem kollektiven Gedächtnis zugrunde liegen. Mit der „Wiedervereinigung“ Deutschlands gewann auch dieses von Aleida und Jan Assmann aufgegriffene Theorem an Popularität.mehr...

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Friedrich von Borries: Weltentwerfen. Eine politische DesigntheorieStets bemüht, aber selten erfolgreich

Tomas Castelazo

Der Designbetrieb ist ein Hort des kreativen Grössenwahns und all seine Protagonist_innen leiden an pathologischer Egomanie. Auf Teufel komm raus wollen sie ihre Entwürfe realisiert sehen. Und dennoch ...mehr...

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Éric Vuillard: Die TagesordnungHintergrund einer politischen Schmierenkomödie

„Die Tagesordnung” des französischen Autors und Filmemachers Éric Vuillard dreht sich um den Anschluss Österreichs an den NS-Staat.mehr...

Ernste Musik, Bildung und Kultur für alleBerthold Seliger: Klassikkampf

Gustav Mahler, 1892.

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„Tradition“, soll Gustav Mahler einmal gesagt haben, „ist Bewahrung des Feuers und nicht Anbetung der Asche“. Diesem Motto dürfte sich der Musikagent Berthold Seliger verpflichtet haben.mehr...

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Perspektiven auf eine eigenständige BewegungChristin Jänicke (Hg.): 30 Jahre Antifa in Ostdeutschland

Sascha Grosser

Das vorliegende Buch „30 Jahre Antifa in Ostdeutschland“ ist der Versuch, eine Lücke in der Geschichtsschreibung über den Antifaschismus in Deutschland nach 1945 zu schliessen. Die ...mehr...

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Didier Eribon: Gesellschaft als UrteilGeschichte in der ersten Person

Klassenkampf in FrankreichDemonstration gegen das neue Arbeitsgesetz in Toulouse.

Didier Eribons „Rückkehr nach Reims“ ist ein Buch, das den – ganz im Sinne von Sartre – Entwurf und seine Verfolgung eines Jugendlichen gegen seine Klasse, ein Anderer zu werden, skizzierte. ...mehr...

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Luise Meier: MRX-MaschineAufruf zum Abfuck

Über das Zuspätkommen, das Scheitern, das Krank-Sein als Werkzeuge der Kritik und des politischen Handelns. MRX-Maschine versteht sich nicht als Text, nicht als Beschreibung einer Maschine.mehr...

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Eric Mann: Transformatives OrganizingWeg vom Schreibtisch

Wie schafft es eine kleine Gruppe Schwarzer und lateinamerikanischer Aktivist_innen, die Stadtverwaltung zu zwingen, den Öffentlichen Nahverkehr massiv auszubauen und billiger zu machen?mehr...

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Andreas Reckwitz: Die Gesellschaft der SingularitätenHauptsache Holzzahnbürste

Mark Yeomans

Andreas Reckwitz’ „Die Gesellschaft der Singularitäten” erhielt 2017 den bayerischen Buchpreis und war 2018 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Reckwitz, so scheint es, hat sich ...mehr...

Michael Bröning: Flucht, Migration und die Linke in EuropaDie neue Gretchenfrage?

Flüchtlinge in Dobova, Slowenien, auf ihrem Weg nach Westeuropa, Oktober 2015.

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Mitte Februar liess eine Nachricht aufhorchen: Mette Frederiksen, Vorsitzende der dänischen sozialdemokratischen Partei, schlug vor, man solle in dem skandinavischen Land das Asylrecht abschaffen.mehr...

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Die Normalisierung TwittersDie Follower, die ich rief

Das deutschsprachige Twitter hat sich von einer Spielwiese für Nerds zu einem Forum für Politik und Gesellschaft gewandelt. Der Medienwissenschaftler Johannes Passmann begleitete den Prozess fast seit der ersten Stunde und legt nun eine umfassende Studie über die Normalisierung des einstigen Nischenmediums vor. Eine Rezension.mehr...

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Die libertäre Seite Martin Luther KingsMartin Luther King: «Ich bin auf dem Gipfel des Berges gewesen.»

In diesen Wochen, in denen vielfach an die Ermordung Martin Luther Kings durch einen weissen Rassisten in Memphis am 4. April 1968, vor fünfzig Jahren, erinnert wird, steht die Radikalisierung des späten Martin Luther King während seines letzten Lebensjahres allzu selten im Mittelpunkt. Mit «Radikalisierung» ist dabei eine deutliche Hinwendung zu libertären Inhalten gemeint, auch wenn sie noch immer in die zuweilen pathetisch-religiöse Sprache des Baptisten-Pastors gehüllt war.mehr...

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Karl Reitter (Hg.): Karl Marx. Philosoph der Befreiung oder Theoretiker des Kapitals?Marxistische „Feindbetrachtungen“

Wie kann man Kritik an der Neuen Marx-Lektüre üben, ohne diese gleich komplett als Frevel an Marx’ Worten abzutun? Als Neue Marx-Lektüre wird ein deutschsprachiger Theoriezusammenhang bezeichnet, der in den 1960er Jahren von der Adorno-Schule ausging.mehr...

Klassen- und Sozialstruktur der BRD 1950-1970Wer ist die „Arbeiterklasse“?

Lehrlingsdemonstration in der BRD.

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Die Frage nach „Klassen“ und „Klassenpolitik“ ist wieder zurück in der öffentlichen und linken Diskussion. Das mag man begrüssen, zeugt sie doch zumindest von der Einsicht, dass die Linke oftmals kaum noch Menschen jenseits linksliberaler Filterblasen und subkultureller Milieus erreicht. Bislang wird die Debatte jedoch relativ oberflächlich geführt.mehr...

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David R. Roediger: Class, Race and MarxismWo bleibt die Klassensolidarität?

Alex Proimos

Seit seinem Buch „The Wages of Whitness. Race and the Making of the Amercian Working Class“ gilt der US-amerikanische marxistische Historiker und ehemalige Professor für African-American Studies ...mehr...

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Steffen Mau: Das metrische WirVermessenes Vermessen oder: Das metrische Ich

Vorweg ein ausgesprochenes Kompliment: Steffen Mau erklärt viel und er erklärt es schlüssig in einer sehr zugänglichen Sprache.mehr...

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David Gilbert: Looking at the U.S. White Working Class HistoricallyDie Kultur einer Neuen Klassenpolitik

Tip Top apartments, formerly a Ford factory.

David Gilbert wurde in der US-Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre politisiert. Er schloss sich dem Weather Underground an, der in den 1970er Jahren aus Protest gegen den US-Imperialismus mehrere ...mehr...

David Harvey: Marx’ „Kapital“ lesenEin Kompagnon mit Stärken und Schwächen

Büste von Karl Marx im Garten seines Geburtshauses in Trier.

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Im Jahr 2017 jährte sich das Erscheinen des ersten Bandes von Karl Marx’ wichtigstem Werk „Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie“ zum einhundertfünfzigsten Mal.mehr...

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Zygmunt Bauman: RetrotopiaVorwärts in die Vergangenheit

Um es gleich am Anfang zu sagen: Mut macht Zygmunt Bauman mit seinem letzten und posthum erschienen Werk „Retrotopia“ dem_der Leser_in nicht.mehr...

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Hasnain Kazim: Krisenstaat TürkeiDie westliche Konstruktion der Türkei

ErdoğanPropaganda in der Nähe des Taksim Platzes in Istanbul, Januar 2018.

Es ist eine persönliche Bilanz des Wandels. Hasnain Kazim erzählt von den Hoffnungen, die er und seine Frau hegten als sie kurz nach den Gezi-Protesten im Sommer 2013 in der Türkei landeten. Und von ...mehr...

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Stefan Howald. «Links und bündig. WOZ Die Wochenzeitung. Eine alternative Mediengeschichte.»Die WOZ lebt, besser denn je – (k)ein Wunder

Wenn man die ersten hundert Seiten von Stefan Howalds Geschichte der WOZ gelesen hat, erscheint es als Wunder, dass die 1981 von linken Journalisten und Aktivisten verschiedener «Bewegungs»-Gruppen gegründete Zeitung sich in der Schweizer Medienwelt als ernsthafte linke Informationsquelle und alternative Gegenstimme etablieren konnte, und dass sie heute wirtschaftlich und in ihren inneren Strukturen gesicherter funktioniert als je zuvor.mehr...

Über Sowjets in der Russischen Revolution und warum das kein Schnee von gestern ist«Aus der Räte-Idee keinen Fetisch machen!»

Betriebsversammlung im Petrograder Putilowwerk, 1917.

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Unzählige Bücher sind im letzten Jahr zur Russischen Revolution erschienen. Einige davon beschäftigen sich nicht erneut mit den berühmten Figuren und ihren vermeintlich genialen Streichen, sondern wagen etwa eine Geschichte «von unten».mehr...

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Vivek Chibber: Postcolonial theory and the specter of capitalDifferenzmaschine Kapitalismus

Postkoloniale Theorie ist en vogue. Bezugnahmen auf postkoloniale Denker_innen sind im links-liberalen Akademiebetrieb längst Ausdruck einer kritisch reflektierten Selbstpositionierung, die sensibel mit Kolonialgeschichte umgehen will.mehr...

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Sebastian Lotzer: Winter Is ComingEin Buch und einige fragmentarische Anmerkungen

Winter is coming versammelt Texte und Reportagen, lässt die ProtagonistInnen der Geschehnisse zu Wort kommen und zeichnet in einer umfangreichen Chronologie sowohl die Bewegung gegen die „Reform“ der Arbeitsgesetze (loi travail) als auch die Geschehnisse nach dem Tod von Adama Traoré und der Misshandlung von Théo nach, jene zwei jungen Männern aus den Vorstädten, welche das Pech hatten, in die Fänge rassistischer Polizisten zu geraten.mehr...

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Tobias Ernsing: Ich kann schlafen, wenn ich tot binVom Tellerwäscher zum Gangsta-Rapper

Kollegah in München 2015.

HipHop war ein Kind der Rebellion. Aggressiver Ausdruck gegen Unterdrückung, Diskriminierung und Ungleichheit. Daneben gab und gibt es viele Beispiele für subkulturellen, emanzipativen HipHop. Der ...mehr...

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Drogen im Dritten ReichNorman Ohler: Der totale Rausch

Der totale Rausch – dass bei den Nazis viel getrunken wurde (und auch bei den heutigen Unbelehrbaren immer noch wird) ist ja eigentlich nichts Neues, das der Würdigung durch ein Buch bedürfte.mehr...

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Rezension zum Buch von Gareth Stedman JonesKarl Marx: Die Biographie

Karl Marx (18181883).

Einen ersten Hinweis auf das Projekt dieser Marx-Biografie findet man in einem Interview, das der Historiker Peter Schöttler 1988 mit Stedman Jones führte. Er spricht von „einem kleinen Buch über ...mehr...

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Hans Jürgen Krysmanski: Die letzte Reise des Karl MarxOhne den Prophetenbart

In seiner Erzählung über die letzte Reise des Karl Marx verwebt Hans-Jürgen Krysmanski kunstvoll historische Fakten und Fiktion.mehr...

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Rezension zum Buch «DISRUPT! – Widerstand gegen den technologischen Angriff»Die Marodeure rufen zum „Widerstand gegen den technologischen Angriff“ auf

Das çapulcu redaktionskollektiv formuliert in seinem Buch „DISRUPT!“ die Hoffnung, dass sich mehr Menschen den derzeitigen Entwicklungen widersetzen.mehr...

Jürgen Wagner: NATO-Aufmarsch gegen RusslandDer neue Kalte Krieg

Deutsche und britische Amphibienfahrzeuge beim Brückenschlag von Chełmno in Polen während des Grossmanöver Anakonda 16.

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In den letzten Jahren haben sich die Beziehungen zwischen Russland und der EU bzw. der NATO deutlich verschlechtert.mehr...

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Leonie Treber: Mythos TrümmerfrauenWie aus Täterinnen Heldinnen wurden

Leonie Treber erläutert in ihrer Dissertation, wie es dazu kommen konnte, dass – entgegen empirischer Faktenlage – vor allem Frauen als Wiederaufbauerinnen Deutschlands gelten.mehr...

Jean Ámery: Hand an sich legen. Diskurs über den Freitod.Sterben, um sich zu gehören

Alfred Rethel

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Jean Améry illustriert in seinem Essay von 1976 die Annäherung an einen frei gewählten Tod. Frei, weil mit ultimativer Konsequenz und aus der Unfreiheit heraus handelnd.mehr...

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Tristram Hunt: Friedrich Engels. Der Mann, der den Marxismus erfand.Zwischen Bohème und Revolution

Friedrich Engels, der einen „Hälfte der wohl berühmtesten ideologischen Partnerschaft der Geschichte“, wird gemeinhin kein gutes Zeugnis ausgestellt: Während Marx gegenwärtig wieder eine erstaunliche Renaissance bis weit hinein ins bürgerliche Spektrum erreicht, ist es still um seinen wohl einzigen richtigen Freund.mehr...

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Jan Knopf: Bertolt BrechtBrechts unterschlagene Commune

Der Wagen des Berliner Ensembles mit Bertolt Brecht und Helene Weigel, 1.

Jan Knopf hat 2006 zum fünfzigsten Todestag mit einer neuen Gesamtdarstellung Brechts in der neuen Reihe von Suhrkamps BasisBiographien bedacht. Die grosse Überraschung: Bertolt Brecht war gar kein ...mehr...

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