Buchrezensionen

 

 

No alarms and no surprises

Zehn muss gar nichts und darf alles; Zwölf ist ein sanftes Wesen, das alle Dinge auf eine langsame, eindringliche Art betrachtet. Zwanziger und Dreissiger führen ein verantwortungsloses Leben, während Vierziger und Fünfziger zur Nachdenklichkeit neigen. mehr...

 

Wenn Gelegenheitstrinker Alltagsgeschichten erzählen

Eine Textsammlung verschiedener Artikel von Alex Gräbeldinger, die als Kolumnen im Hardcore-Magazin Ox erschienen sind, vereint und mit Illustrationen unterlegt, in Buchform beim Kopfnuss-Verlag aus Bonn (Saufen ja, aber mit Buch) veröffentlicht. Von sowas können wir hier in der Schweiz nur träumen.mehr...

Keine Rettung, nirgends

Hätte Louis-Ferdinand Céline sich durch seine rassistischen Hasstiraden, antisemitischen Pamphlete wie z. B. »Judenverschwörung in Frankreich« und seine Kollabroation mit den deutschen Besatzern, nicht selbst desavouiert, man könnte ihn als einen der ganz grossen Solitäre der Literaturgeschichte des letzten Jahrhunderts feiern. mehr...

 

Seiltanz mit Savinio

Wer etwas über das Leben von Guy de Maupassant erfahren möchte, darf nicht allzu wählerisch sein, die Publikationen sind hierzulande nämlich sehr überschaubar und zudem auch noch angestaubt. Ausser den Erinnerungen seines Kammerdieners François Tassart (1908) stehen deutschsprachigen Lesern lediglich drei Biographien zur Verfügung.mehr...

Aldous Huxley - Schöne neue Welt

In Aldous Huxleys visionärem Jahrhundertroman herrscht eine globale Wohlstandsgesellschaft, deren Mitglieder künstlich gezüchtet – Alphas, Betas, Gammas, Deltas und die Epsilons – und vorallem mittels Hypnopädie erzogen werden. Es gibt keine Eltern, Familien, Ehen oder eheähnliche Gemeinschaften, Religionen – die allesamt durch die Verehrung Fords verdrängt wurden.mehr...

Slawische Depression im Wandel der Zeit

Andrzej Stasiuk, der begnadete polnische Schriftsteller welcher im östlichen Sprachraum immer wieder grosse Erfolge feiert, schlägt in seinem neuen Roman "Hinter der Blechwand" einmal mehr radikale Töne an.mehr...

 

F. Scott Fitzgerald - Zärtlich ist die Nacht

Ein Roman, zeitlos, gewaltig und zugleich aktueller denn je. Die genial-brutale Analyse der dekadenten US-Oberschicht von F. Scott Fitzgerald vom Anfang des 20. Jahrhundert geht direkt in die Knochen. Selten wurde in der Literatur das inhaltsleere Leben der Superreichen so schonungslos, präzise und tiefsinnig aufgezeigt.mehr...

Fernando Pessoa - Das Buch der Unruhe

Depressive und existentialisistische Dialektik bestimmen den Alltag des Hilfsbuchhalter Bernardo Soares, das Alter Ego des grossen portugiesischen Schriftstellers Fernando Pessoa. Dieser Herr Soares arbeitet als Hilfsbuchhalter in einem grossen Kaufmannsbetrieb. mehr...

 

Hans Fallada - Kleiner Mann – was nun?

Im 1932 erschienenen Roman von Hans Fallada »Kleiner Mann - was nun?« wird frei vom Wissen um die nahende Katastrophe, die Verhältnisse der Arbeiterklasse in den Berliner Vorkriegsjahren geschildert. Juden, Nazis, Kommunisten u.ä. werden unbefangen geschildert, die Beschreibung der Wohn- und Lebensverhältnisse ist frei von Ideologie.mehr...

George Orwell - 1984

Eric Arthur Blairs (alias George Orwell) Welterfolg "1984″ erschien 1949. Der visionäre Roman steht unter dem Eindruck des wenige Jahre zuvor besiegten Nationalsozialismus, der stalinistischen Herrschaft in der Sowjetunion und den wirtschaftsimperialistischen Bestrebungen der Industrienationen. mehr...

B. Traven - Die weisse Rose

Traven beschreibt in diesem aufwühlenden Roman mit seiner ihm eigentümlichen Empathie die Zerstörung der harmonische Idylle einer indianischen Grossfarm in der Mitte von Mexiko. Mit seiner eindringlichen Erzählkunst zwingt er den Leser zur Anteilnahme an dem Schicksal der Hazienda "Die weisse Rose". mehr...

Jane Bowles - Zwei sehr ernsthafte Damen

Jane Bowles wunderbarer Roman "Zwei sehr ernsthafte Damen" fiel mir, wie die meisten wunderbaren Romane, zufällig in die Hände. Ich stiess auf das dünne Taschenbuch als Helfer beim Umzug einer Freundin. Statt das Buch in eine Umzugskiste zu packen, steckte ich es heimlich ein. mehr...

Hans Fallada - Der Trinker

Hans Fallada, ein leidenschaftlicher Morphinist und zwanghafter Trinker, der selber diverse Aufenthalte in Heilanstalten absolvierte, beschreibt in seinem letzten Roman den sozialen Abstieg eines arrivierten Kaufmanns am Anfang des 20. Jahrhunderts in einer deutschen Handelsstadt. mehr...

Philip Schiemann - Suicide City

Der Autor erzählt einen Short Cut aus dem Leben von Joey, dem Grosstadtcowboy. Im Stil amerikanischer Underdogs wird detailliert berichtet, wie sich die boys & girls auf endzeitmässige Art und Weise die Hirse ’aus dem Schädel pusten. Joey hat nicht viel zu verlieren. Joey ist Elvis Presley, der sich hinter der Bühne die Sauerstoffpackung gegeben hat. mehr...

Anna Seghers - Das siebte Kreuz

Ohne Weinerlichkeit und Sentimentalität schildert die Autorin das Leben und Zusammenleben der Menschen in Nazideutschland kurz vor Kriegsbeginn. Was schon Brecht mit seinen Fragmenten in Furcht und Elend des Dritten Reiches beschrieb, gestaltet die Seghers zum Roman: Das plötzliche Misstrauen unter Nachbarn, Mitarbeitern, Freunden. mehr...

Gerhard Hauptmann - Bahnwärter Thiel

Die vierzigseitige Erzählung gehörte damals einer völlig neuen, modernen Erzähltradition an und hat bis heute nichts an ihrer Faszination und Aktualität eingebüsst. Gerhart Hauptmann, der wohl grösste deutsche Naturalist, gewährt dem Leser einen schauerlichen Einblick in die Schattenseiten der menschlichen Psyche.mehr...

Robert A. Heinlein - Starship Troopers

In dem Roman "Starship Troopers" von Robert A. Heinlein haben die Menschen das Weltall erobert, oder vielmehr sind sie gerade dabei. Es gibt Kolonien auf anderen Planeten, zum Beispiel auf Sanctuary, einem Planeten gleich der Erde, nur mit ungeheuer langsamer Evolution. mehr...